Die Spuren der Römer in Strebersdorf entdecken

Römerwanderung

Der Verein Römische Bernsteinstraße Mittelburgenland lud gemeinsam mit der Mädels- und Burschenschaft Strebersdorf, dem Verschönerungsverein und der Freiwilligen Feuerwehr Strebersdorf vergangenen Samstag zur Römerwanderung ein.

Von Livia Tesch

Feuerwehrkommandant Rudolf Galuska, Walter, Bürgermeister von Frankenau Paul Fercsak, Vereinsobmann Oswald Gruber, Landesrat Heinrich Dorner, Bürgermeister von Lutzmannsburg und Strebersdorf Roman Kainrath sowie Josef und Leo Kuzmits bei der Römerwanderung in Strebersdorf.

Feuerwehrkommandant Rudolf Galuska, Walter, Bürgermeister von Frankenau Paul Fercsak, Vereinsobmann Oswald Gruber, Landesrat Heinrich Dorner, Bürgermeister von Lutzmannsburg und Strebersdorf Roman Kainrath sowie Josef und Leo Kuzmits bei der Römerwanderung in Strebersdorf.

© Livia Tesch

Die Römerwanderung wurde vom Verein Römische Bernsteinstraße Mittelburgenland mit den örtlichen Vereinen organisiert. Die Strecke hatte eine Länge von 4,7 km und führte die Römische Bernsteinstraße entlang.

Der Start war das Strebersdorfer Feuerwehrhaus, das „Forum Rhispia“, bei welchem sich die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer versammelten und manche die Möglichkeit nutzten und sich mit der passenden Kleidung, wie einer Toga oder einer Tunika, in die vergangene Zeit zurückversetzten.

Die Römische Bernsteinstraße beginnt in Strebersdorf mit dem Schaupult „Handel und Reise zur Römischen Zeit“. Während der Kulturwanderung führte Vereinsobmann Oswald Gruber durch die Stationen und brachte allen Interessierten die Inhalte der Schaupulte und Schautafeln näher.

Die größte römische Siedlung des Burgenlandes stellte die zweite Station der Wanderung dar. Diese Siedlungslandschaft wurde vom Österreichischen Archäologischen Institut (ÖAI) aufgenommen und erforscht. Es gibt sowohl in Frankenau als auch in Strebersdorf ein Lagerdorf, ein sogenanntes „Vicus", vier Militärlager und ein Feldlager mit Wachtürmen, die vom ÖAI entdeckt wurden.

Der Weg führte weiter zum Großmutschner Urbarialwald, wo die Station „Römisches Militär und Waffen“ auf die Wanderer wartete. Anschließend gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über das wichtige historische Teilstück der Bernsteinstraße, das als „Dammstraße“ bekannt ist. „Archäologen sagen, sie ist das schönste Teilstück zwischen der Adria und der Ostsee, also für uns im Bezirk Oberpullendorf, ein ganz wichtiges naturtouristisches Highlight“, so Oswald Gruber.

Beim Strebersdorfer Feuerwehrhaus wieder angekommen, wartete auf die Wanderer römisches Mittagessen, mit einem Römerbraten, veganem Römereintopf sowie Mini-Römer-Bratwürstel. Musikalisch sorgte das „Winzer-Duo 2.0“ für beste Stimmung. Am Nachmittagsprogramm standen noch römische Spiele und ein Quiz, um weiteres Interessantes aus der römischen Geschichte zu lernen, sowie ein Suchspiel als „Detektive des Bodens“ und Töpfern mit einem Meister der römischen Keramik, Fritz Wagner.