Bei Nova Rock-Kontrollen in Bruck: 104 Führerscheine abgenommen

Schwerpunkt-Aktion

Vier Tage lang wurden die an- und abreisenden Nova Rock-Gäste am A4-Verkehrskontrollplatz in Bruck kontrolliert. Besonders hoch war die Zahl der Lenker, die durch Suchtmittel beeinträchtigt waren.

Von Von Susanne Müller

Auch die Fahrzeuge wurden bei den Schwerpunkt-Kontrollen in Bruck überprüft.

Auch die Fahrzeuge wurden bei den Schwerpunkt-Kontrollen in Bruck überprüft.

© LPD NÖ/O.Greene

Während des Nova Rock-Festivals von 11. bis 14. Juni wurde auf der A4 beim Verkehrskontrollpunkt Bruck eine umfassende Schwerpunktaktion durchgeführt. Hintergrund der Maßnahme war die Tatsache, dass schon in den vergangenen Jahren eine hohe Zahl an Fahrzeuglenkern aufgefallen war, die durch Alkohol oder Suchtgift beeinträchtigt waren. Zuletzt war hier vor allem eine Verlagerung vom Alkohol- zum Suchtmittel-Konsum verzeichnet. Dies bestätigte sich auch heuer wieder.

Insgesamt wurden bei 86 klinischen Untersuchungen 80 durch Suchtgift beeinträchtigte Fahrzeuglenker festgestellt. Zusätzlich verweigerten neun Fahrzeuglenker die klinische Untersuchung. Bei 565 Alkovortests und Alkomattests wurden vier alkoholisierte Fahrzeuglenker, neun Fahrzeuglenker aufgrund mangelnder körperlicher und geistiger Fahrtauglichkeit, sowie zwei Fahrzeuglenker aufgrund massiver Geschwindigkeitsüberschreitungen beanstandet. „Die beiden Lenker lieferten sich ein Straßenrennen auf der A4 mit einer Geschwindigkeit von über 233 km/h, weshalb die Führerscheine vorläufig abgenommen wurden“, hieß es von der Polizei. Insgesamt erfolgten bei den Kontrollen 104 Führerscheinabnahmen.

Überprüft wurden aber auch die Fahrzeuge selbst. Bei 30 Überprüfungen durch die Verkehrssachverständigen des Landes wurden 100 schwere technische Mängel sowie 50 Mängel mit Gefahr im Verzug festgestellt. Dabei wurden insgesamt 17 Kennzeichen abgenommen und Sicherheitsleistungen in der Höhe rund 15.000 Euro eingehoben. „Die hohe Anzahl an festgestellten schweren Fahrzeugmängeln verdeutlicht die Bedeutung und Notwendigkeit der durchgeführten technischen Kontrollen. Dadurch konnten potenzielle schwere Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit dem An- und Abreiseverkehr des Festivals verhindert werden“, so die Landespolizeidirektion.

Bei den Kontrollen hatte man auch Ärztinnen und Ärzte dabei, die die klinischen Kontrollen der Lenker gleich vor Ort durchführten. Von der Landespolizeidirektion Niederösterreich waren 46 Bedienstete im Einsatz, verstärkt wurden sie durch sieben Bedienstete der Landesverkehrsabteilung Wien sowie zwei Bedienstete des Bezirkspolizeikommandos Wels.

Zusätzlich wurde die Schwerpunktaktion durch eine internationale Kooperation unterstützt. Dabei standen 18 Polizeibedienstete aus Deutschland sowie zwei Polizeibedienstete aus der Schweiz beratend und fachlich unterstützend zur Verfügung.