Hanság und See: Schutz und Renaturierung durch „Blühendes Österreich“

Seit 10 Jahren

Am Neusiedler See erwachen Feuchtwiesen und Moorflächen zu neuem Leben. Seit zehn Jahren arbeitet die gemeinnützige Stiftung Blühendes Österreich daran, seltene Pflanzen- und Vogelarten zu fördern. Im Burgenland konzentriert sich das Projekt auf die Renaturierung von Feuchtlebensräumen und die Zusammenarbeit mit Landwirtinnen, Landwirte und der Naturschutzorganisation BirdLife.

Von Von BVZ Redaktion

Die gemeinnützige BILLA Stiftung Blühendes Österreich feiert mit dem Direktor des Nationalparks Neusiedler See-Seewinkel Johannes Ehrenfeldner (r.) ihr 10-jähriges Jubiläum.

Die gemeinnützige BILLA Stiftung Blühendes Österreich feiert mit dem Direktor des Nationalparks Neusiedler See-Seewinkel Johannes Ehrenfeldner (r.) ihr 10-jähriges Jubiläum.

© Stefan Zamisch

Artenvielfalt in Europaschutzgebieten

Die Arbeit von Blühendes Österreich im Burgenland richtet sich auf die Europaschutzgebiete Waasen-Hanság und Neusiedler See – Nordöstliches Leithagebirge. Ziel ist die Wiederherstellung und Pflege der charakteristischen Lebensräume wie Flachmoore, Feuchtwiesen und Auwälder. Durch gezielte Maßnahmen werden seltene Tierarten geschützt, darunter die Sumpfeule und die Großtrappe – der schwerste flugfähige Vogel der Welt.

Naturschutzprogramm FLORA stärkt die Landwirtschaft

Ein zentraler Baustein ist das Naturschutzprogramm FLORA. Seit 2015 unterstützt es über 50 Obst- und Gemüsebäuer:innen im Burgenland. Durch gezielte Pflege der Flächen, wie extensives Mähen oder Moorrenaturierung, werden Lebensräume für seltene Pflanzen und Tiere erhalten. Gleichzeitig erhalten die Landwirt:innen wirtschaftliche Unterstützung, sodass ökologische und ökonomische Interessen verbunden werden.

Werkstattgespräche Innovation bündeln Wissen

Ergänzend hat Blühendes Österreich die „Werkstattgespräche Innovation“ (WIN) gestartet. Diese bieten eine Plattform, um bundesländerübergreifend nachhaltige Projekte zur Renaturierung und zum Schutz von Lebensräumen zu entwickeln. „Diese Gespräche sollen künftig als Plattform dienen, um nachhaltige Projekte für die Renaturierung und den Schutz von Lebensräumen zu planen und umzusetzen“, so Ronald Würflinger, Generalsekretär von Blühendes Österreich.

Breite Unterstützung für das Projekt

Blühendes Österreich ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie von BILLA und wird als gemeinnützige Stiftung geführt. Die Finanzierung erfolgt durch BILLA, das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus sowie die Europäische Union. Zusammen mit rund 300 Partner:innen schützt die Initiative bereits mehr als 1.300 Hektar Naturflächen und investierte bisher 9,5 Millionen Euro.

„Mit Blühendes Österreich investieren wir in eine nachhaltige Zukunft und leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Biodiversität im Burgenland. Besonders am Neusiedler See zeigt sich, wie wirkungsvoll die Zusammenarbeit von Naturschutzorganisationen, Landwirtinnen und Landwirten sowie Unternehmen sein kann, wenn alle das gleiche Ziel verfolgen: die Natur zu bewahren und neue Lebensräume zu schaffen“, erklärt Eric Scharnitz, Billa Vertriebsdirektor für das Burgenland.