Für Kuratorin Gegendorfer ist Oberpullendorf „gerade richtig“

Serie Puindoaf-Fans

Renate Gegendorfer ist gerne zu Fuß oder mit dem Rad in der Stadt unterwegs, weil sie Oberpullendorf einfach gemütlich findet.

Von Michaela Grabner

Der Lieblingsplatz von Renate Gegendorfer in Oberpullendorf ist ihr Zuhause. Auch dort ist die Verbundenheit der Kuratorin mit der Kirche und der Pfarre sichtbar. „Wir haben Glück mit unseren drei Priestern, die da sind“, meint Gegendorfer, die sich auch freut, dass die Pfarre so lebendig ist und sich viele Menschen mit guten Ideen einbringen.

Der Lieblingsplatz von Renate Gegendorfer in Oberpullendorf ist ihr Zuhause. Auch dort ist die Verbundenheit der Kuratorin mit der Kirche und der Pfarre sichtbar. „Wir haben Glück mit unseren drei Priestern, die da sind“, meint Gegendorfer, die sich auch freut, dass die Pfarre so lebendig ist und sich viele Menschen mit guten Ideen einbringen.

© Michaela Grabner

„Oberpullendorf ist gerade richtig, klein genug, dass es überschaubar ist und wenn man rausgeht, den freundlichen Nachbarn trifft und groß genug, dass man alles Notwendige da hat, von den Schulen über Geschäfte und Kulturveranstaltungen bis hin zur medizinischen Versorgung“, stellt Renate Gegendorfer fest. Die Kuratorin des Pfarrgemeinderats lebt seit mittlerweile 45 Jahren in Oberpullendorf.

Ursprünglich stammt Gegendorfer aus Piringsdorf, ihr Gatte aus Unterpullendorf. Man traf sich bei der Wahl des gemeinsamen Wohnorts in der Mitte - eine Entscheidung, die die Gegendorfers nie bereut haben. „In Oberpullendorf fühle ich mich daheim“, sagt Renate Gegendorfer, die schon die Mittelschule und das Gymnasium in Oberpullendorf besucht hatte und später als Religionslehrerin nicht nur quer durch den ganzen Bezirk in Volks- und Mittelschulen tätig gewesen ist, sondern auch in ihrer Heimatstadt.

Schon seit über 30 Jahren engagiert sich Gegendorfer in der Pfarre, aktuell läuft ihre siebente Periode als Pfarrgemeinderätin. Vier davon – mit Unterbrechung – hat sie die Funktion der Ratsvikarin bzw. Kuratorin ausgeübt. Aber auch auf andere Art und Weise hat sie sich seit der Erstkommunion ihrer eigenen Kinder immer wieder ins Pfarrleben eingebracht. Sie betreute die Ministranten, begleitet die Erstkommunionskinder, singt im Kirchenchor und schreibt bei den Seiten der Pfarre in der Stadtzeitung mit. Beeinflusst von diesem pfarrlichen Engagement hat sie dann bei ihrem Wiedereinstieg in den Beruf – Renate Gegendorfer war 18 Jahre lang zu Hause bei ihren beiden Kindern – ein Aufbaustudium zur Religionslehrerin absolviert.

Als Kuratorin schätzt sie besonders, dass es viele Menschen gibt, die sich wie sie selbst, im pfarrlichen Leben einbringen, gute Ideen haben und sich einsetzen. Eine Person, die sie in diesem Zusammenhang besonders bewundert, ist Maria Kulman. „Sie war immer aktiv und ist es jetzt im Alter immer noch“, so Gegendorfer. Kulman war jahrezehntelang Organistin und hat im Jabulani-Ensemble der Pfarre Theater zugunsten des gleichnamigen Hilfsprojekts in Afrika gespielt.

„Sie betreut die Franziskuskirche und hilft mit 89 Jahren noch immer an der Orgel aus. Sie ist immer da, wenn es etwas in der Pfarre gibt“, so Gegendorfer. Und das ist einiges. Denn die Pfarre Oberpullendorf organisiert eine Reihe von Veranstaltungen, Vorträgen und anderen Angeboten, angefangen vom Plaudernachmittag über LIMA (Lebensqualität im Alter), Bibelkreis und Eltern-Kind-Spielgruppe bis zum Turnen, Singen im Chor oder bei der Musikgruppe Arabesque und zu den Ministranten.

Oberpullendorf-Gäste würde Gegendorfer daher einladen, sich die Angebote der Pfarre zu Gemüte zu führen und dann eventuell das eine oder andere davon wahrzunehmen. Außerdem würde sie Gästen raten einfach in Oberpullendorf herumzuspazieren, sich nebenbei zu unterhalten und zwischendurch vielleicht einmal in ein Lokal oder Geschäft hineinzugehen. „Für mich ist es schön, durch Oberpullendorf zu spazieren oder mit dem Rad zu fahren. Ich finde Oberpullendorf gemütlich. Es ist nicht hektisch, man hat Platz und wird nicht angerempelt“, lädt Gegendorfer ein, das Oberpullendorfer „Gerade richtig“-Gefühl einmal selbt zu genießen.

Was sie für die Stadt noch schön finden würde, wäre eine Begegnungszone für Jugendliche, wo diese - abseits von Vereinstätigkeiten - einfach nur zusammenkommen können.

Persönliches
  • Name: Renate Gegendorfer
  • Jahrgang: 1958
  • Familie:verheiratet, zwei Kinder, zwei Enkelkinder
  • Hobbys:Lesen, Radfahren, Spazieren, Singen im Chor
  • Ich lebe in Oberpullendorf seit… 1980
  • Oberpullendorf in drei Worten: freundlich, praktisch, lebenswert
  • Mein Lieblingsplatz in Oberpullendorf:Zuhause
  • Was ich mir für Oberpullendorf wünsche...ein gutes Miteinander der Generationen und einen respektvollen Umgang mit dem Lebensraum und den vorhandenen Ressourcen
  • Wenn ich gerade nicht in Oberpullendorf bin, dann bin ich am liebsten… bei meinen Enkelkindern in der Steiermark