Die BVZ bietet einen Überblick zu den Veranstaltungen von 22. bis 28. Oktober.
„Nest,wo man sich wohlfühlt, aber trotzdem alles hat, was man braucht“
Serie Puindoaf-Fans
Seit über drei Jahrzehnten lebt Volksschuldirektorin Elisabeth Seifried nun schon im „dörflichen Städtchen“, dessen Infrastruktur sowie sportliche und kulturelle Angebote sie zu schätzen weiß.
Das Relief über dem Nebeneingang der Volksschule stammt von Edi Schenk, der sich nicht nur als Künstler einen Ruf weit über das Mittelburgenland hinaus erworben hat, sondern auch Elisabeth Seifrieds Lehrer an der Pädagogischen Hochschule gewesen ist und sie sehr geprägt hat.
© Michaela Grabner
Oberpullendorf ist für die in Kroatisch Geresdorf aufgewachsene Direktorin der Volksschule Oberpullendorf, Elisabeth Seifried, ein dörfliches Städtchen mit guter Infrastruktur in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Wirtschaft. „Oberpullendorf ist für seine kleine Größe als Stadt gut aufgestellt und hat sich trotzdem seinen dörflichen Charakter bewahrt“, spricht Seifried aus ihrer eigenen Erfahrung, schließlich hat sie hier nicht nur das Gymnasium besucht und später als Lehrerin in der Volksschule ihr erstes Dienstjahr absolviert, sondern sie zog nach ihrer Heirat mit einem Oberpullendorfer im Jahr 1990 in die Stadt. Mit dem gemeinsamen Hausbau wurde dann besiegelt, dass aus der Kroatisch Geresdorferin eine Oberpullendorferin wurde.
„Terrasse am Tennisplatz war 30 Jahre lang mein Lieblingsplatz in Oberpullendorf“
Mittlerweile lebt Elisabeth Seifried seit über drei Jahrzehnten in Oberpullendorf und leitet seit 2011 als Direktorin die Volksschule. An Oberpullendorf schätzt sie auch, dass man quasi in nur ein paar Schritten von der Stadt im Wald ist. Sie selbst geht beispielsweise gerne im Gaberlingwald spazieren, genießt aber auch das gute Radfahrnetz in der Umgebung von Oberpullendorf, wobei die Anbindung Richtung Großwarasdorf ihrer Meinung nach ausbaufähig wäre, weil es hier keinen Radweg gibt. „In Oberpullendorf gibt es viele sportliche Möglichkeiten dank der Vereine“, meint Seifried. Lange Zeit gehörte ihr eigens Herz dem Tennissport. Sie war 25 Jahre im Vorstand des Tennisclubs und spielte auch selbst mit der Damenmannschaft in der Landesliga. „Wir haben ganz viele Kinder und Jugendliche ausgebildet – oft Tenniskurse mit 70 Kindern veranstaltet. Der schönste Platz in Oberpullendorf war für mich in diesen 30 Jahren die Terrasse am Tennisplatz“, verrät sie.
Schon seit zwölf Jahren engagiert sich Seifried beim Soroptimistclub, dem sie auch schon als Präsidentin vorstand. Sie hat im Soroptimistclub aber auch schon andere Aufgaben übernommen, etwa als Projektverantwortliche, wobei ihr auch dabei das Thema Bildung immer wichtig war. „Wir haben Deutschkurse für Mütter mit anderer Muttersprache organisiert, für Volksschulen eine positive Awareness-Aktion mit Kinder-Shiatsu durchgeführt und mit Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschülern des Gymnasiums das Thema 'Stoppt Gewalt an Frauen' thematisiert. Ausbildung und mentale Gesundheit sind ein großer Schwerpunkt bei den Soroptimistinnen“, so Seifried.
Von vielfältigen Vereinsangeboten bis zur sprachlichen Vielfalt
„Ich rate auch immer Eltern, die sich mit ihren Kindern ansiedeln, die Vereinsangebote wahrzunehmen, weil dies zur Integration beiträgt“, meint sie. Was Oberpullendorf neben dem Vereinsangebot noch auszeichnet ist für Seifried das kulturelle Angebot, die tolle ärztliche Versorgung samt Klinik und die sprachliche Vielfalt. „Wenn man durch Oberpullendorf geht, dann hört man immer wieder das ungarische Wort“, meint die Direktorin. In „ihrer“ Schule wird der sprachlichen Vielfalt ebenfalls Rechnung getragen, wobei es zwei Modelle gibt, für die Eltern ihre Kinder anmelden können: Zweisprachige Klassen, wo Ungarisch in unterschiedlichen Fächern als Unterrichtssprache eingesetzt wird oder den Schwerpunkt mit einigen Wochenstunden Ungarisch.
Das neue Bildungszentrum, das Volksschule, Mittelschule und Musikschule unter einem Dach vereint, ist für Elisabeth Seifried eine weitere Besonderheit von Oberpullendorf. „Hier können wir Kindern eine umfassende Grundausbildung bieten, durch den Umbau auf modernste Art und Weise.“ Zum Jubiläum wünscht Seifried Oberpullendorf, dass es sich bewahrt, was es hat, wie die sprachliche Vielfalt oder die dörfliche Struktur, man aber trotzdem etwas Attraktives für die Jugend einfließen lässt und etwa eine Art Jugendzentrum geschaffen wird, wo sich Jugendliche treffen können.
- Name:Elisabeth Seifried
- Jahrgang:1965
- Beruf:Volksschuldirektorin
- Familie: verheiratet, ein Sohn (31 Jahre)
- Hobbys:walken, radfahren, lesen
- Ich lebe in Oberpullendorf seit: 1990
- Oberpullendorf in drei Worten: Für Oberpullendorf braucht es mehr als drei Worte. Ein kuscheliges Nest, wo man sich wohlfühlt, viele kennt und sich auf der Straße grüßt, aber trotzem alles hat, was man braucht
- Mein Lieblingsplatz in Oberpullendorf:Früher die Terrasse am Tennisplatz, jetzt ein Plätzchen in meinem Garten und der Gaberling
- Was ich mir für Oberpullendorf wünsche: Ein Zentrum für die Jugend
- Wenn ich gerade nicht in Oberpullendorf bin, bin ich am liebsten ...irgendwo auf Urlaub, weil ich gerne reise.