Die Feuerwehr Tschurndorf veranstaltete am Nationalfeiertag ihren traditionellen Herbstwandertag. Ausgangspunkt war der 18er-Stadl. Von dort führte die rund acht Kilometer lange Strecke durch die Umgebung.
„Oberpullendorf ist herzliches Zentrum in unserem Bezirk“
Serie Puindoaf-Fans
Frauenberatungsstelle-Geschäftsführerin Doris Horvath empfindet Oberpullendorf als freundlich und angenehm.
Geschäftsführerin Doris Horvath sieht die Frauenberatungsstelle als große Aufwertung im sozialen Angebot der Stadt.
© zVg
„Oberpullendorf ist mir schon als Kind zum zweiten Heimatort geworden und ich mag es sehr“, bekennt sich Doris Horvath „Puindoaf-Fan“zu sein. In Oberpullendorf ist sie neun Jahre lang zur Schule gegangen, zuerst ins Gymnasium, dann in die Handelsakademie. Und mittlerweile schon seit über 30 Jahren, seit Gründung der Frauenberatungsstelle 1992, ist Oberpullendorf für sie Arbeitsort, weshalb sie auch ganz genau weiß, wovon sie spricht, wenn sie über Oberpullendorf redet.
„Oberpullendorf ist ein herzliches Zentrum in unserem Bezirk und die Wege sind kurz. Man kennt sich, kennt die Familien, die Geschäfte, die Einrichtungen“, erklärt Horvath, warum sie gerne in Oberpullendorf arbeitet. Die Frauenberatungsstelle sieht sie als große Aufwertung im sozialen Angebot der Gemeinde.
„Von Beginn an hatten wir enge und sehr gute Kontakte ins Rathaus und zur Gemeindeverwaltung. Im Jahr 1992, gleich bei der Eröffnung mit Bürgermeister Ernst Kulman, war vielleicht noch nicht klar, dass wir 30 Jahre später ein Fixpunkt im regionalen Angebot sein werden. Aber unsere beiden Standorte, die Frauen- und Familienberatungsstelle und das Frauenberufszentrum, haben sich gut entwickelt“, kann Horvath zufrieden Bilanz ziehen.
„Ich mag die Kleinheit und den Charme von Oberpullendorf“
Was sie an Oberpullendorf einzigartig findet, ist die alltägliche Verwendung der ungarischen Sprache. „Auch wenn es vielleicht weniger wird – reden immer noch Leute in den Geschäften Ungarisch miteinander und wir können fühlen, dass wir Teil einer großen gemeinsamen Geschichte und Kultur im pannonischen Raum sind. Ich mag auch die Kleinheit und den Charme des Ortes. Auch das vielfältige Bemühen der Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg und das Bemühen um sozialen Zusammenhalt gefällt mir besonders gut“, meint sie. „ Die vielen Vereine und das Stadtmarketing bemühen sich seit Jahren erfolgreich, die Gemeinschaft und das gesellschaftliche Leben zu fördern.“
Was Horvath persönlich besonders schätzt an Oberpullendorf ist dessen Kulturangebot. „Ich freue mich, dass sich die Bücherei so großartig entwickelt hat und dass wir wieder eine Buchhandlung haben. Auch die Idee des Pop UP-Kinos finde ich sehr originell und ansprechend.“
Kein Wunder, dass einer solchen Kulturliebhaberin auf die Frage nach einem Oberpullendorfer bzw. einer Oberpullendorferin, die sie besonders bewundert, als erstes Autorin Jutta Treiber einfällt. „Sie ist eine Ikone an Eigenständigkeit und Selbstbewusstsein für mich. Ich denke, sie zeigt vielen Frauen, dass es möglich ist, seinen eigenen Träumen und Wünschen zu folgen und lässt uns mit ihren wunderbaren Büchern auch daran teilhaben.“
Toll und wichtig findet sie auch, dass mit einem neuen Denkmal die Geschichte gewürdigt und dem Grafen Rohonczy gedacht wird, der in der NS-Zeit zahlreichen Roma das Leben gerettet hat.
Mehr Platz für Fahrradfahrer und Fußgänger gewünscht
Für die nahe Zukunft würde Doris Horvath weniger Platz für Autos und mehr Platz für Fahrräder und Fußgänger schön finden, „auch wenn ich selber darunter leiden würde“, wie sie zugibt. Dennoch: „Nur eine Reihe Parkplätze entlang der Hauptstraße und dafür eine ordentliche Fahrradspur, das würde mir gefallen.“
Was man in Oberpullendorf nach Meinung von Doris Horvath nicht versäumen sollte? Die Veranstaltung der Frauenberatungsstelle am 10. Dezember am Hauptplatz. Zum Abschluss der 16 Tage gegen Gewalt und der Kampagne „Orange the World“ steht der Tag unter dem Motto „Nur JA heißt JA“.
Name: Doris Horvath
Jahrgang: 1963
Beruf:Geschäftsführerin des Vereins Frauenberatungsstelle Oberpullendorf
Familie:2 erwachsene Kinder
Hobbys: In Bewegung bleiben, das Leben genießen
Ich arbeite in Oberpullendorf seit…fast immer
Oberpullendorf in drei Worten:freundlich, angenehm, zentral
Mein Lieblingsplatz in Oberpullendorf: überall, wo es Kaffee gibt
Was ich mir für Oberpullendorf wünsche…mutige Unternehmerinnen und Unternehmer und Kundinnen und Kunden, die gerne vor Ort einkaufen gehen
Wenn ich gerade nicht in Oberpullendorf bin, bin ich am liebsten in… der Sonne, am Meer und in der Oper