Per Zufall nach Oberpullendorf gekommen, um zu bleiben

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Bezirkshauptmann Klaus Trummer wohnt mit seiner Gattin seit 1988 in Oberpullendorf. „Ich würde in keiner anderen Gemeinde mehr wohnen wollen. Oberpullendorf ist für mich zu dem Ort mit Wohlfühlatmosphäre geworden“, meint er.

Von Michaela Grabner

Die Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf . sie ging aus dem k.u.k. Stihlrichtermat hevor, wurde 1908 fertiggestellt und steht heute unter Denkmalschutz. Klaus Trummer ist seit 2003 Bezirkshauptmann.

Die Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf . sie ging aus dem k.u.k. Stihlrichtermat hevor, wurde 1908 fertiggestellt und steht heute unter Denkmalschutz. Klaus Trummer ist seit 2003 Bezirkshauptmann.

© Michaela Grabner

Dass Klaus Trummer, der in Wien geboren wurde und in Neutal aufgewachsen ist, schon seit fast vier Jahrzehnten in Oberpullendorf lebt, war wie er sagt: „Reiner Zufall!“ Die Eltern seiner Frau hatten in Oberpullendorf ein Haus gebaut ursprünglich für die Schwester seiner Frau mit deren Mann und die Großeltern väterlicherseits. Da aus dem Umzug nach Oberpullendorf dann aber doch nichts wurde, stand das Haus einige Jahre leer, ehe Trummer 1988 mit seiner Gattin Elisabeth dort eingezogen ist.

Schon kurze Zeit später brachte er sich aktiv ins Stadtleben ein. So war Trummer von 1992 bis 2002 in der Kommunalpolitik tätig, zunächst eine Periode als Gemeinderat, danach eine als Stadtrat.

Beruflich war Trummer zunächst trotz Umzugs nach Oberpullendorf noch bei der Arbeiterkammerin Wien tätig- Doch wieder war es der Zufall, der Regie fühtre. Als Klaus Trummer eines Tages in Oberpullendorf zum Briefkasten geht, um seine Post zu holen, bleibt ein Auto stehen, das Fenster wird runtergekurbelt und ein gewisser Peter Rezar, später Landesrat, fragt durchs offene Wagenfenster: „Heast bist du net Jurist? Wir haben im Land ein paar Stellen ausgeschrieben und nur wenig Bewerbungen. Wenn du Jurist bist, kannst du dich bewerben.“ „Das war einer dieser Schicksalstage, meint Trummer rückblicken.

Von 1991 bis 1993 war er dann auf der Bezirkshauptmannschaft Mattersburg tätig, bis er eines schönen Tages auf einer Sitzung des Bezirksausschusses erneut auf Peter Rezar trifft, der dieses Mal auf der Suche nach einem Klubjuristen und Klubsekretärist. Und so landet Trummer im Landhaus, wird Erster Clubsekretär der SPÖ Burgenland, arbeitet im Büro des damaligen Landeshauptmann Karl Stix, im Verfassungsdienst und wird schließlich Büroleiter von Landesrat Peter Rezar, der für ihn übrigens auch ein Oberpullendorfer ist, den er ganz besonders bewundert, „weil uns einfach privat und beruflich so viele Jahre etwas verbunden hat.“

„Für mich war es wirklich ein Glücksfall, dass ich die Funktion des Bezirkshauptmannes habe bekleiden dürfen. Was die Mitarbeiter betrifft haben wir nicht nur fachlich sehr gute Mitarbeiter, sondern sie sind vor allem auch menschlich und charakterlich sehr in Ordnung. Ich kann mich an keinen Tag erinnern, wo ich mir gedacht habe, ich mag da nicht mehr hineingehen.“ Klaus Trummer

Am 25. März 2003 wurde Trummer schließlich von Landeshauptmann Hans Niessl als Bezirkshauptmann von Oberpullendorf angelobt. „Als Bezirkshauptmann hat man ein besonderes Verhältnis zu den Gemeinden. Jede Gemeinde ist schön und mein Heimatort ist schon noch Neutal, aber ich würde in keiner anderen Gemeinde mehr wohnen wollen. Oberpullendorf ist für mich zu dem Ort mit Wohlfühlatmosphäre geworden: - die kurzen Wege in die Arbeit, das ganze Bildungsangebot hat für mich selbst und auch meine Kinder gut gepasst - sowohl Gymnasium als auch HAK sind klasse Schulen - und die medizinische Versorgung ist top. Wenn es notwendig ist, gehe ich in Oberpullendorf ins Krankenhaus, weil ich die Leute dort kenne und ich mich gut aufgehoben fühle“, so Trummer. „Für mich war es wirklich ein Glücksfall, dass ich die Funktion des Bezirkshauptmannes habe bekleiden dürfen. Was die Mitarbeiter betrifft haben wir nicht nur fachlich sehr gute Mitarbeiter, sondern sie sind vor allem auch menschlich und charakterlich sehr in Ordnung. Ich kann mich an keinen Tag erinnern, wo ich mir gedacht habe, ich mag da nicht mehr hineingehen.“

Empfehlenswert ist für Trummer das Gebiet rund um den Gaberling - übrigens auch sein persönlicher Lieblingsplatz in der Stadt. „Wenn ich Ruhe und Entspannung suche bin ich mit den Rad oder zu Fuß im Bereich Gaberling unterwegs.“

Womit sich Oberpullendorf seiner Meinung nach auseinandersetzen wird müssen, ist die Stadtkernthematik. „Als ich nach Oberpullendorf gekommen bin, gab es viele kleine Geschäfte. Die Digitalisierung hat sich auf den Stadtkern nicht postiv ausgewirkt - die Welt hat sich sehr verändert. Die Frage ist, ob sich Oberpullendorf nicht neu erfinden muss - vielleicht eher als eine Stadt zum Wohnen, wo man gut essen gehen und flanieren kann und wo man einen Ort für Meinungsaustausch hat.“

Persönliches

Name:Klaus Trummer

Jahrgang:1962

Beruf: Bezirkshauptmann

Familie:verheiratet, zwei Söhne (Jahrgang 1990 und 1995)

Hobbys:Radfahren, Musik, Oldtimer

Ich lebe in Oberpullendorf seit:1988

Oberpullendorf in drei Worten: Krebsler, Volksgruppenvielfalt, Lebensqualität

Mein Lieblingsplatz in Oberpullendorf: Gaberling

Was ich mir für Oberpullendorf wünsche:Mehr finanziellen Bewegungsspielraum und eine neue Art des Denkens in der Entwicklung der Stadt

Wenn ich gerade nicht in Oberpullendorf bin, bin ich am liebsten...auf Reisen