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Vereinsallrounder zwischen Natur & Mehrsprachigkeit von Oberpullendorf
Serie „Puindoaf-Fans“
Aktuell führt Vizebürgermeister Nikolaus Dominkovits die Naturfreunde an und ist auch im Vorstand des Mittelburgenländisch Ungarischen Kulturvereins tätig – nicht zuletzt deshalb, weil die Mehrsprachigkeit Oberpullendorfs für ihn eine Besonderheit ist.
Lieblingsplatz. Niki Dominkovits ist gerne in der Natur, am liebsten auf der Streuobstwiese am Fenyös oder auch in seinem Gemüsegarten. Die Erhaltung der Naturbiotope wie Weinberg und Gaberlingbach und die Belebung des Stadtkerns wünscht er Oberpullendorf zum Jubiläum.
© zVg
„Jó napot kívánok“ – so grüßen sich die ungarischsprechenden Ober- und Mitterpullendorfer. Einer von ihnen ist Vizebürgermeister Nikolaus Dominkovits, der nicht nur Vorstandsmitglied im Mittelburgenländisch Ungarischen Kulturverein ist, sondern auch die ungarische Volksgruppe im Volksgruppenbeirat des Bundeskanzleramts vertreten darf. Mehrsprachigkeit ist für Dominkovits ein wesentlicher Faktor, der Oberpullendorf von anderen Städten unterscheidet, insbesondere hinsichtlich der geographischen Nähe „Felsöpulyas“ (Oberpullendorfs) zu Ungarn.
Er selbst stammt von ungarischen Kleinadeligen ab, die Geschichte seiner Familie lässt sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Nikolaus Dominkovits selbst ist bis zu seinem zehnten Lebensjahr in Mitterpullendorf aufgewachsen. Als Kind hat er mit seinen Freunden auf der Wiese neben der Mitterpullendorfer Kirche mit Steinen, Stöcken und Co. gespielt, heute befindet sich dort ein Kinderspielplatz mit vielen Spielgeräten. Niki Dominkovits hat aber nicht nur immer in der Stadt gelebt, sondern auch gearbeitet. „Das kann man gar nicht genug schätzen, ich habe immer nur zwei, drei Minuten in die Arbeit gehabt“, schildert er. Seine Ausbildung zum Schriftsetzer machte er in einer Druckerei, die am Standort der jetzigen Fleischerei Hatwagner angesiedelt gewesen ist.
Für Dominkovits ist Oberpullendorf eine Kleinstadt mit allen Möglichkeiten von den Schulen bis hin zum Spital.Bekannt für Kultur, Sport und Blaulichtorganisationen
Bekannt sei Oberpullendorf darüber hinaus nicht nur für einzelne Personen, die politisch, kulturell, wirtschaftlich und sportlich etwas Besonderes geleistet haben, sondern auch für kulturelle Veranstaltungen wie die Pullenale, sportliche Veranstaltungen auf nationale und internationaler Ebene vor allem im Tennis, Tischtennis, Karate und Judo und seine Blaulichtorganisationen wie die Feuerwehr, die auch schon einige Landes- und Bezirksbewerbe durchgeführt hat.
Bei der Feuerwehr ist Nikolaus Dominkovits zumindest als aktives Mitglied nie gelandet, aber sonst ist er ein wahrer Vereinstausendsassa und das von Kindesbeinen an. Der Naturfreunde-Obmann war einer der ersten Pfadfinder, Mitbegründer des Tischtennisclubs, 25 Jahre beim SC Oberpullendorf, zunächst als aktiver Fußballer, dann als Funktionär, 27 Jahre beim Kegelverein, eine Zeit lang als Obmann, Vorstandsmitglied beim Mittelburgenländisch Ungarischen Kulturverein un Naturschutzorgan für das Land.
„Ich bewundere alle Oberpullendorfer Vereinsfunktionäre, die das Vereinsleben ehrenamtlich am Leben erhalten“ betont Dominkovits.
Sein persönlicher Tipp, was man in Oberpullendorf unbedingt einmal erleben sollte: „Jetzt im Fasching sollte man einmal bei der Kapplsitzung der Faschingsgilde dabei sein und beim großen Faschingsumzug am Faschingdienstag. Nicht verpassen sollte man außerdem die Feierlichkeiten zum Jubiläumsjahr und den ungarischen Kirtag mit dem traditionellen Háromtánc“.
Name: Nikolaus Dominkovits
Jahrgang:1961
Beruf:Schriftsetzer
Familienstand:verheiratet seit 1990 mit Michaela, Sohn Niko (34) und Tochter Nina (24)
Hobbys: eigener Garten, Naturschutz, Vereinstätgkeiten
Ich lebe/arbeite in Oberpullendorf seit... immer wie auch schon meine Vorfahren seit dem 16. Jahrhundert.
Oberpullendorf in drei Worten: Zentrum des Mittelburgenlandes
Mein Lieblingsplatz in Oberpullendorf: Das Gebiet am Fenyös mit der Streuobstwiese
Was ich mir für Oberpullendorf wünsche: Eine wesentliche Verbesserung der wirtschaftlichen Gegebenheiten, die Wiederbelebung der Hauptstraße und mehr Grün, weniger Autos.
Wenn ich gerade nicht in Oberpullendorf bin, bin ich am liebsten in... der Gegend rund um Oberpullendorf zu Fuß unterwegs.