Das Designstudio Nowak in Deutschkreutz öffnete am Wochenende seine Türen für eine exklusive Hausmesse.
Sepperl Schneckeggerl-Song als Geschenk für 101 Jahre alte Mutti
Songveröffentlichung
Einst war „Sepperl Schneckeggerl“ ein Einzeiler gewesen, den Gerlis 101 Jahre alte Mutter vor mehr als 95 Jahren im Kindergarten erlernt hatte. Nachfolgend an ihren Sohn weitergeben, wurde das Lied um drei Strophen erweitert. Im „SunLakeStudio“ aufgenommen und mit einem Musikvideo zum Leben erweckt, steht der Hit mit seiner puren Lebensfreude nun im Kontrast zu allem Leid auf dieser Welt.
Markus Brennberg (l.), Gerli (2.v.l.), André Mottinger (m.), Peter Nalpantoglu (2.v.r.) und Markus Ettenauer (r.) zeigten ihre Schauspielkünste bei einem reibungslosen Musikvideodreh in der Kobersdorfer Mühle.
© zVg. SunLakeStudio
Aufgrund ihrer Philosophie „Altes zu erhalten und defekten Dingen ein neues Leben einzuhauchen“ und ihrer Leidenschaft für die Musik fanden die beiden Künstler Gerli und Markus Brennberg vor mehr als sechs Jahren zueinander. Seither sind die beiden durch ähnliche Interessen und eine jahrelange Freundschaft verbunden.
Auf der einen Seite des Gespannes steht Gerhard Bogner mit seiner Gitarre vor dem Mikrofon. Bis zu seiner Pension war das Multitalent als Allround-Baufachmann tätig gewesen. So kam es, dass er im Laufe seines Lebens fünf Häuser erwarb und von Grund auf erneuerte. Eines seiner erstaunlichsten Projekte ist wohl der Ritzinger Förderturm.
Als Sohn einer literarisch versierten Mutter und eines musikalisch begabten Vaters war ihm die melodische Affinität in die Wiege gelegt worden. Nichtsdestotrotz betrachtet der Sänger und Songschreiber die Dinge mit seinem geistigen Auge. Wider Songtitel, Noten und Geld musiziert er ausschließlich im Sinne des Verständnisses.
Ob beim Produzieren im Studio oder beim Singen mit dem Kaisersdorfer „Storchennest-Chor“, für Gerli erfüllt die Musik einen Selbstzweck und dient als Werkzeug der gesellschaftskritischen Reflexion.
© zVg. SunLakeStudio
Auf der anderen Seite des Tonstudios steht Markus Wöckl (Markus Brennberg) hinter dem Mischpult. Seit seinem 16. Lebensjahr ist er film- sowie musiktechnisch tätig und veranstaltete bereits diverse Events. Im Jahr 2006 verschlug es den Wiener Neustädter aber aus Landliebe zum vergleichsweise ruhigen Ritzinger Helenschacht.
Derzeit bestreitet er seinen Lebensunterhalt noch als technischer Zeichner, jedoch möchte sich der Produzent voll und ganz der Musik verschreiben und sich in naher Zukunft selbstständig machen. Geleitet wird er von der Vision, Gerlis musikalisches Erbe festzuhalten und zu verbreiten.
Die Fußstapfen, in die Markus tritt, könnten dabei nicht größer sein, denn sein Vorgänger Herr Kromp hatte nicht nur den Grundstein für das „SunLakeStudio“ gelegt, sondern auch das „Ritzing Lied“ geschrieben. Bis im Jahr 2010 die ersten Filme geschnitten und Recordings gemacht werden konnten, musste Markus erst ein schalldichtes Studio mit Regie- und Aufnahmeraum errichten. Hierfür setzte er eigenständig die Pläne eines belgischen Designers um und investierte neben zehntausend Euro auch hunderte Arbeitsstunden.

© Nadine Wiedemann
Mit diesen optimalen technischen Voraussetzungen und diesem künstlerischen Potenzial konnte die Idee des Sepperl Schneckeggerl schließlich verwirklicht werden. Nachdem Gerli den einstrophigen Text um drei stilistisch idente Zeilen erweitert hatte, wurden im Ritzinger Tonstudio Gesänge aufgenommen, Akkorde eingespielt und fertige Tapes gemixt. Unterstützung gab es von Stefan Lewi beim Mixen und „Sunshine Mastering“ bei der Endbearbeitung.
In Abstimmung auf den Songtext soll auch das Musikvideo Jung und Alt zum Lächeln bringen, indem es amüsant vom Ernst des Lebens ablenkt. Mit einer geballten Ladung Spaß wurde somit das launische Leben des Sepperl in der Kobersdorfer Mühle von Norbert Pingizer nachgespielt. In die Rolle des Sepperl schlüpfte André Mottinger. Ebenso nahmen Bodybuilder Markus Ettenauer, Peter Nalpantoglu und Markus Brennberg als Gattin, Kuh und Wanderer am Entstehungsprozess teil. Pünktlich zum Muttertag erschien das vollendete Werk schließlich auf YouTube.