17. Oktober
SPÖ Parndorf bereitet sich auf Bürgermeisterwahl 2027 vor
Spitzenkandidat gewählt
Bei der Generalversammlung der SPÖ Parndorf wurde Stefan Wallentich einstimmig zum Spitzenkandidaten für die Bürgermeister- und Gemeinderatswahl 2027 gewählt.
SPÖ-Landesgeschäftsführer Kevin Friedl, Ortsparteivorsitzender-Stellvertreterin Julia Plachy, Spitzenkandidat Stefan Wallentich, SPÖ Landesgeschäftsführer Friedrich Radlspäck und Bezirksparteivorsitzender LAbg. Kilian Brandstätter
© SPÖ Burgenland
Einen Tag später stellte sich der 31-Jährige bei einer Pressekonferenz im Theodor-Kery-Haus in Eisenstadt erstmals in dieser Rolle der Öffentlichkeit. Wallentich betont Transparenz, Bürgerbeteiligung und klare Regeln als Leitlinien für seine Kandidatur.
Parndorf ist mit rund 6.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die sechstgrößte Gemeinde des Burgenlandes. Stefan Wallentich ist dort seit Jahren politisch und ehrenamtlich aktiv. Er ist Gemeinderat, seit knapp vier Jahren Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Parndorf und engagiert sich in mehreren Vereinen. Politische Erfahrung sammelt er zudem als Referent im Team von Landesrätin Daniela Winkler.
Inhaltlich setzt Wallentich auf stärkere Einbindung der Bevölkerung. „Ich will volle Transparenz für die Bevölkerung. Große Projekte werden öffentlich gemacht, Bürgerversammlungen einberufen, wo sich jede und jeder ein Bild machen und entscheiden kann“, sagte er. Unterstützung kommt auch von SPÖ-Bezirksparteivorsitzendem Kilian Brandstätter, Bürgermeister von Gols. „Das ist der richtige Weg, zeitgemäß und mit Hausverstand. Die Herausforderungen der Gemeinde müssen erkannt, an der Wurzel gepackt und gemeinsam mit der Bevölkerung entschieden werden“, so Brandstätter.
Mit der Kandidatur stellt Wallentich auch ein neues Team vor, das aus bisherigen Mandatarinnen und Mandataren sowie neuen Gesichtern besteht. Besonders hebt er die stellvertretende Ortsparteivorsitzende und Listenzweite Julia Plachy hervor. „Sie hat sich entschlossen, mit meinem Team und mir Parndorf zu verbessern“, erklärte Wallentich.
Plachy stammt aus einer politisch erfahrenen Familie. Ihr Vater Otto Lippert war jahrzehntelang Amtsleiter in Parndorf. Wallentich sieht im Team einen gemeinsamen Ansatz: „Sie will genauso wie ich den Menschen in Parndorf zuhören, sie ernst nehmen und gemeinsam mit ihnen Lösungen umsetzen.“ Neben langjährigen Gemeinderäten bringen auch Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger neue Perspektiven ein.
Zu den zentralen inhaltlichen Vorhaben zählt der Ausbau der Pflegeinfrastruktur. Wallentich verweist auf das rasche Bevölkerungswachstum der Gemeinde und sieht Handlungsbedarf für die ältere Generation. „Wir werden in den nächsten Jahren die 6.000-Einwohner-Grenze erreichen. Da muss die Kommunalpolitik schnellstens mithalten, wie beispielsweise bei der älteren Generation. Parndorf braucht eine Pflegeeinrichtung“, sagte er. Als möglichen Standort nannte er ein Grundstück der Landesimmobilien Burgenland gegenüber dem neuen Veranstaltungszentrum.
Klar ablehnend äußert sich Wallentich zu einem geplanten Abfallzwischenlager zwischen Parndorf und Neudorf und begründet seine Haltung mit zusätzlichem Lkw-Verkehr, möglichen Gefahrenstoffen sowie Lärm- und Staubbelastung für die Bevölkerung.
Ein weiterer Schwerpunkt betrifft den verdichteten Wohnbau. Wallentich kritisiert unübersichtliche Bebauungsrichtlinien und fehlende Verkehrsplanung. Darüber hinaus nennt Wallentich leistbares Wohnen, einen nachhaltigen Wirtschaftsstandort, den Ausbau der Bildungseinrichtungen und neue Veranstaltungen als Themen seiner Agenda.
Fix ist bereits eine Veranstaltung: „Die SPÖ Parndorf wird nächstes Jahr nach mehr als 30 Jahren wieder einen Faschingsumzug veranstalten. Das ist wichtig, sowohl für unsere Vereine und Familien als auch für den Zusammenhalt im Ort“, so Wallentich.