Am 24. Oktober wurde in Schandorf das neue Multimedia-Besucherzentrum beim Hügelgräberfeld eröffnet.
Starkes Zeichen gegen Gewalt an Frauen in Oberwart
SPÖ Frauen Oberwart
Im Rahmen der „16 Tage gegen Gewalt“ setzte die SPÖ Frauen Oberwart ein sichtbares, hörbares und politisches Signal. Bei einer Kundgebung im Stadtgarten wurde deutlich, dass Gewalt gegen Frauen kein Randthema ist, sondern ein Problem, das strukturell beginnt und politische Antworten braucht.
Gewalt an Frauen ist kein individuelles Schicksal, es ist ein strukturelles Problem. Darauf wiesen die SPÖ Frauen im Stadtgarten Oberwart hin.
© SPÖ Frauen Oberwart
Die SPÖ Frauen Oberwart versammelten sich - begleitet von Vizebürgermeister Michael Leitgeb und SPÖ-Landesfrauengeschäftsführerin Sandra Gerdenitsch - im Stadtgarten. Mit Trillerpfeifen sorgten die Teilnehmer:innen für einen symbolischen Aufschrei gegen Gewalt.
Gewalt an Frauen ist kein Einzelfall
Jede dritte Frau erlebt Gewalt. Darauf wiesen die SPÖ Frauen ausdrücklich hin und betonten, dass Gewalt nicht erst mit einer körperlichen Attacke beginnt. Sie wurzele in Rollenbildern, Abhängigkeiten, digitaler Hetze und mangelnder Sensibilisierung. Österreichweit wurden heuer bereits 15 Femizide und 37 Mordversuche gezählt. Für jede der getöteten Frauen wurde eine Kerze entzündet.
„Gewalt ist kein individuelles Schicksal – es ist ein strukturelles Problem. Und genau deshalb braucht es politische Konsequenzen: besser finanzierte Beratungsstellen, echten Opferschutz, konsequente Täterarbeit, eine Bildungspolitik, die schon bei Kindern und Jugendlichen ansetzt und eine Gemeinde, die Frauen Raum für freie Meinungsäußerung gibt“, stellte SPÖ Frauen Oberwart-Vorsitzende Verena Liszt-Rohlf klar.
„Wir dürfen Gewalt nicht länger als Privatangelegenheit abtun. Prävention, Schutz und Aufklärung sind staatliche Aufgaben. Frauen müssen sich in Oberwart, im Burgenland und in ganz Österreich sicher fühlen können – am Arbeitsplatz, zuhause, online und im öffentlichen Raum“, ergänzte Vizebürgermeister Michael Leitgeb.
Die SPÖ Frauen fordern unter anderem den Ausbau regionaler Gewaltschutzzentren, mehr Mittel für Prävention und Täterarbeit, verpflichtende Sensibilisierung in Schulen, konsequente Strafverfolgung bei digitalem Hass sowie bessere Existenzsicherung für Betroffene.
Zum Abschluss verwiesen die Veranstalterinnen auf Hilfsangebote vor Ort – darunter den Verein „Frauen für Frauen“ und internationale Notsignale wie „Signal for Help“, „Ist Luisa hier?“ oder den „Angel Shot“.