30 Jahre nach Willibald Hofer leitet seit September 2026 sein Sohn Jürgen die Geschicke der Marktgemeinde Deutschkreutz. Im Gespräch mit der BVZ blickt das Vater-Sohn-Duo auf damalige und heutige Herausforderungen, veränderte Aufgaben, familiäre Werte und die Zukunft ihres Heimatortes.
Petri Heil zum 50 Jahr-Jubiläum
Sportfischereiverein
Mit einem Kinderfischen und einem Jubiläumsfest wurde ein halbes Jahrhundert Sportfischerei in Horitschon gefeiert.
Obmann Paul Gross (hinten, links) - im Bild mit einigen Kids und den Ehrengästen am Steg des Fischteichs - bedankte sich beim Jubiläumsfest nicht nur bei allen Freund:innen und Helfer:innen des Vereins, sondern auch bei der Bäckerei Prunner, die den Fischern seit Jahren altes Brot und Gebäck kostenlos als Futter zur Verfügung stellt - laut Gross rund eine Tonne Futtermittel pro Jahr.
© Michaela Grabner
Mitten in der Natur, eingebettet zwischen Büschen und Bäumen, schimmert in zartem Grün das Wasser der beiden Fischteiche des Sportfischereivereins Horitschon. Exakt 50 Jahre ist es her, dass der erste Teich eröffnet wurde. Acht Gründungsmitglieder hoben den Verein für die Errichtung des Teichs aus der Taufe. „Unsere Anlage ist für alle frei zugänglich mit Respekt vor den Fischern“, sollen sich laut Obmann Paul Gross auch Nicht-Fischer wie Spaziergänger und Wanderer am Naturjuwel erfreuen können. Fischen ist aber nur mit Lizenz und Jahreskarte möglich.
Aktuell zählt der Verein 80 Mitglieder und mehr sollen es auch nicht werden, da man jedem Fischer genügend Raum und Ruhe für seine Angelleidenschaft einräumen können möchte. „Neue Mitglieder werden nur aufgenommen, wenn jemand ausscheidet“, führt Gross aus.
Beim Jubiläumsfest am Samstag wurde unzählige Male die Rute ausgeworfen, bot man doch Kindern und teils auch interessierten Erwachsenen die Möglichkeit mit Leihgeräten unter fachkundiger Anleitung einmal in den Angelsport hineinzuschnuppern. Vereinsmitglieder zeigten, wie man richtig auswirft oder einen Fisch landet, was im Anglerjargon so viel bedeutet wie einen gefangenen Fisch sicher und schonend aus dem Wasser zu bringen. Denn in der Regel werden die am Horitschoner Teich gefangenen Fische wieder in den Teich zurückgesetzt. Dort tummeln sich Welse mit Längen bis zu 2,50 Meter, Karpfen mit bis zu 20 Kilogramm, Amure (Graskarpfen), Zander, Hechte und verschiedene Weißfische.
Der größte Fang in 50 Jahren Vereinsgeschichte gelang Christian Handler am 30. Mai 2025, der einen 2,56 Meter großen, 100 Kilo schweren Wels aus dem Wasser zog. „Es gibt keine offizielle Fangstatistik, aber so weit wir wissen ist das ein inoffizieller Österreichrekord“, erzählt Gross.
Landesrat Heinrich Dorner betonte in seiner Festrede, dass der Verein Jugendlichen die Möglichkeit einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung biete und diesen zugleich die Natur näherbringe, andererseits aber auch einen wichtigen gesellschaftlichen Aspekt erfülle. „Man kommt zusammen. Vielleicht ist man nicht immer erfolgreich, aber danach wird geredet, man kommt raus, findet zueinander“, so Dorner. Bürgermeister Gerhard Petschowitsch meinte: „Der Sportfischereiverein ist weit mehr als ein Verein für Menschen, die Freude am Fischen haben. Er ist ein wichtiger Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens in der Gemeinde. Vereine wie dieser bringen Menschen zusammen, schaffen Freundschaften und fördern den Zusammenhalt zwischen Generationen.“
Obmann Paul Gross bedankte sich im Rahmen des Fests nicht nur bei allen Freund:innen und Helfer:innen des Vereins, sondern auch bei Bäcker Reini Prunner aus Deutschkreutz, der den Fischern seit Jahren altes Brot und Gebäck kostenlos als Futter zur Verfügung stellt - laut Gross rund eine Tonne Futtermittel pro Jahr.