Burgenland ist österreichweit Vorreiter bei täglicher Bewegungseinheit

Sportreferenten-Konferenz

Die diesjährige Konferenz der Landessportreferentinnen und -referenten in Klagenfurt war von einem besonderen Moment geprägt: dem Abschied von Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser aus seiner langjährigen Funktion als Landessportreferent.

Von BVZ Redaktion

Landesrat Heinrich Dorner (1. v.r.) bei der Tagung der Sportreferentinnen und -referenten mit Sportstaatssekretärin Michaela Schmidt.

Landesrat Heinrich Dorner (1. v.r.) bei der Tagung der Sportreferentinnen und -referenten mit Sportstaatssekretärin Michaela Schmidt.

© Büro LR Dorner

„Peter Kaiser hat in seinen politischen Funktionen den rot-weiß-roten Sport über viele Jahre maßgeblich mitgeprägt“, betonte der burgenländische Sportlandesrat Heinrich Dorner und dankte für die stets konstruktive und professionelle Zusammenarbeit.

Burgenland ist österreichweit Vorreiter bei täglicher Bewegungseinheit

© Büro LR Dorner

Inhaltlich standen zwei große Zukunftsprojekte im Mittelpunkt. Einerseits soll in allen Bundesländern ein Netz an Bundessport-Stützpunkten entstehen, abgestimmt zwischen Ländern und Bund. Andererseits bekräftigten die Länder ihr klares Bekenntnis zur Erarbeitung einer nationalen Sportstrategie – mit der Erwartung, dass der Bund dabei mehr Initiative zeigt als bisher.

Ein Dauerbrenner aus burgenländischer Sicht ist die tägliche Bewegungseinheit an Schulen. Mit einer Umsetzung von 73 Prozent ist das Burgenland bundesweit weiterhin Spitzenreiter. In Klagenfurt wurde nun Einigkeit erzielt, das Budget für drei Jahre zu fixieren, um Planungssicherheit und Personalressourcen abzusichern. Die Evaluierung zeige ein „sehr positives Bild“, so Dorner. Auch Sport Austria-Präsident Hans Niessl unterstützte die Fortführung mit Nachdruck. In Aussicht gestellt wurde zudem, dass sich in Zukunft auch die Ministerien Bildung und Gesundheit an der Finanzierung beteiligen werden.

Ein weiterer Schwerpunkt war der Kinderschutz. Angesichts der aktuellen Vorfälle im österreichischen Tischtennisverband unterstrich Dorner die Notwendigkeit klarer Präventionsmaßnahmen: „Der Schutz von Kindern und Jugendlichen muss oberste Priorität haben.“ Er forderte volle Transparenz, lückenlose Aufklärung und personelle Konsequenzen.

Abgerundet wurde die Konferenz durch Themen wie die Stärkung des Ehrenamts, den Abbau bürokratischer Hürden sowie die Forderung nach einem einheitlichen Versicherungsschutz für freiwillige Tätigkeiten. Einstimmig unterstützt wurde zudem die Fortsetzung des Gender‑Trainee‑Programms, um den österreichischen Sport weiblicher und diverser zu machen.