Die BVZ bietet einen Überblick zu den Veranstaltungen von 29. Oktober bis 4. November.
Symposion Mogersdorf hatte pannonische Städte im Fokus
Stadtentwicklung
Im ungarischen Nagykanizsa fand das 52. Internationale Kulturhistorische Symposion Mogersdorf statt, das im Zeichen der „Stadtentwicklung im 20. Jahrhundert im pannonischen Raum“ stand.
25 Teilnehmende aus dem Burgenland gewannen beim 52. Internationalen Kulturhistorischen Symposium Mogersdorf in Nagykanizsa Einblicke in die Stadtentwicklung im pannonischen Raum im 20. Jahrhundert.
© Landesbibliothek Burgenland
Das Symposion wurde 1969 als Brücke über den Eisernen Vorhang gegründet und blickt auf eine jahrzehntelange Geschichte als grenzüberschreitendes Forum der wissenschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit im pannonischen Raum zurück. Den Ausgangspunkt für das jährlich stattfindende Internationale Kulturhistorische Symposium Mogersdorf (IKHSM) bildete die Gedenkfeier anlässlich der 300. Wiederkehr der Schlacht von Mogersdorf 1964.
In Kooperation mit dem 1966 gegründete Schlösslverein Mogersdorf übernahm das Amt der Burgenländischen Landesregierung, Abt. Landesbibliothek und Landesarchiv, die Organisation für das erste Symposium, das 1969 in Mogersdorf zum Thema „Österreich und die Türken“ abgehalten wurde. Durch den offiziellen Beitritt Sloweniens, Kroatiens, der Komitate Vas und Somogy, dessen Mandat später vom Komitat Baranya übernommen wurde, sowie der Steiermark entstanden internationale Bande, die mittlerweile weit über den fachlichen Austausch hinausreichen.
Bezeichnend für den Erfolg ist der gerne angesprochene „Geist von Mogersdorf“, der die Teilnehmenden jedes Jahr aufs Neue erfasst. Er beschreibt das Gesprächsklima, welches das kollegiale Verständnis, die gegenseitige Hochachtung aller Beteiligten sowie die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit einem grenzüberschreitenden Thema charakterisiert.
Teilnehmerländer sind die österreichischen Bundesländer Burgenland und Steiermark, die ungarischen Komitate Vas und Somogy/Baranya sowie Kroatien und Slowenien. Das Symposion wird von einem Organisationskomitee unter Vorsitz des jeweiligen Veranstalterlandes organisiert. Alljährlich werden einzelne Aspekte zum Themengebiet des pannonischen Raums wissenschaftlich behandelt.
Stadtentwicklung – unter verschiedenen Zugängen
Aus dem Burgenland nahmen 25 Historikerinnen und Historiker, darunter auch Studierende der Pädagogischen Hochschule, und Mitglieder des Schlösslvereins Mogersdorf teil. Mit ihrem Vortrag „Vom Start-Up zur Erfolgsgeschichte – Landeshauptstadt Eisenstadt“ gab die Eisenstädter Historikerin Brigitte Krizsanits einen Einblick in die rasante Entwicklung ihrer Heimatstadt im 20. Jahrhundert. Margit Fröhlich vom Landesmuseum Burgenland stellte anhand der Beispiele Neusiedl am See und Mattersburg die „Entwicklungsschritte zur Stadtwerdung ausgewählter Bezirksvororte“ vor.
Weitere Vorträge widmeten sich einem breiten Spektrum von Werbung in der Stadt über die Einbindung von Archäologie, den Einfluss von Beleuchtung und Freizeitverhalten auf das Nachtleben bis hin zum Beitrag universitärer Einrichtungen auf die Stadtentwicklung.