Burgenlandliga-Schmankerl: Sorgen und große Ziele vor dem Auftakt

STREIFZUG DURCH 16 KLUBS

Mit Personalnews, Verletzungssorgen, klaren Zielsetzungen und viel Zuversicht gehen die Burgenlandligisten in die neue Saison. Wir haben die wichtigsten Kurzmeldungen vor dem Meisterschaftsauftakt zusammengefasst.

Von Von BVZ Redaktion

Aufstiegs- und Meistertrainer Robert Serdar bleibt realistisch. Er weiß, dass seinen Lackenbachern in der Landesliga nichts geschenkt wird.

Aufstiegs- und Meistertrainer Robert Serdar bleibt realistisch. Er weiß, dass seinen Lackenbachern in der Landesliga nichts geschenkt wird.

© Strodl

Kohfidisch. Die Kohfidischer müssen am Freitag in Pinkafeld auf ihre Nummer-Eins Nico Toth verzichten, der nach einer Roten Karte im Cup gesperrt ist. Wer ihn ersetzt, ist noch offen. Es gibt drei Optionen: Liam Nagy, Hunor Guzmics und Richi Szöke.

Leithaprodersdorf. Gabriel Gottwald bestritt sein erstes Bewerbsspiel. Der junge Angreifer ist in Leithaprodersdorf aufgewachsen, wechselte mit elf Jahren in den Nachwuchs von Ebreichsdorf, wurde danach bei Kapfenberg und beim Wiener Sport-Club ausgebildet. Mit 17 holten ihn im Sommer die Leithaprodersdorfer aus der U18 der Wiener, und Gottwald kehrte wieder zurück und bereichert den Burgenlandligaklub, der ohnehin reich an jungen Eigenbauspielern ist. In Nickelsdorf spielte der 16-jährige Luca Pöschl von Beginn an. Sein 18-jähriger Bruder Marco und der gleichaltrige Sebastian Dragschitz wurden eingewechselt.Drei Aufsteiger in den

ersten vier RundenSt. Margarethen. Zum Ligaauftakt gibt es einen seltenen Ausflug zum Nachbarn nach Rust. Eine Woche später gastiert beim ersten Heimspiel der Saison mit Lackenbach der nächste Aufsteiger. Danach gastiert St. Margarethen beim SK Pama, der die dritte Saison in der Burgenlandliga bestreitet, um eine Woche später mit Pinkafeld den dritten Aufsteiger zu empfangen. Die Lackenbacher Fans können sich am Samstag, dem 15. August, nicht nur auf eine Partie im traditionsreichen Greabochstadion freuen, sondern auch auf ein Fest, denn der SV St. Margarethen veranstaltet im Rahmen des ersten Heimspiels der Saison auch seine traditionelle Weinkost.

Deutschkreutz.Mit breiter Brust geht Deutschkreutz in das Duell mit Neudorf/Parndorf. Cheftrainer Mike Hartl absolvierte eine nahezu tadellose Vorbereitung mit seinen Jungs, die er auch in Vollzahl am Samstag zur Verfügung haben wird. Lediglich Neuzugang Anton Fellinger, der im Sommer fix von der Fußballakademie Burgenland verpflichtet wurde, dürfte wohl noch nicht fit für einen Startelfeinsatz sein.

Klingenbach.Seit Thomas Klemenschitz Trainer in Klingenbach ist, steht seine Mannschaft unter Druck. Er übernahm im Herbst 2024 nach zehn Runden mit vier Punkten und schaffte noch das Unmögliche. 30 Punkte genügten damals für den Klassenerhalt. In der abgelaufenen Saison hatte man einen komfortablen Herbst, aber aufgrund des harten Kampfes gegen den Abstieg ein turbulentes Frühjahr. Diesen Sommer wurde der Kader verkleinert, aber qualitativ aufgebessert. "Im Idealfall wäre es schön, wenn wir um Platz sechs mitspielen könnten", sagt der Coach. 2024 war man Siebenter, hatte 40 Punkte und damit nur sechs Punkte mehr als in der abgelaufenen Saison.

Halbturn. Mit 6:0 fegte der USV Halbturn in der ersten Cup-Runde Purbach vom Platz. Trainer Peter Herglotz konnte dem Kantersieg allerdings nur wenig abgewinnen. "Diese Leistung war nicht das Gelbe vom Ei", urteilte der Coach. Vor allem der Spielaufbau habe ihm nicht gefallen. "Da haben wir unsere Schwächen."

Rust. „Viele Hände, rasches Ende“, sagt David Stagl, der Ruster Obmann. In der Woche vor dem Ligastart wurde der Platz vom Verband als tauglich für die Burgenlandliga abgenommen. Der Aufsteiger hat alle Auflagen erfüllt, hat alle Umbauten erledigt und eine Spielfeldumrandung mit Baustellgittern errichtet. Stagl: "Großen Dank an alle Helfer, Freunde und Sponsoren." Damit steht der Welcome-Party am Samstag gegen St. Margarethen nichts mehr im Weg.

Neudorf. Mit einem überzeugenden 4:0 gegen Winden gelang den Juniors der SpG Neudorf/Parndorf die perfekte Generalprobe. Trainer Christoph Tischler zeigte sich vor allem mit der Defensivleistung zufrieden. "Wir haben sehr wenig zugelassen und insgesamt eine grundsolide Leistung gezeigt." Dennoch will der Coach den Test nicht überbewerten, da die Aufstellung zum Meisterschaftsauftakt gegen Deutschkreutz aufgrund der personellen Situation noch leicht verändert werden dürfte.

Neusiedl. Der SC Neusiedl muss zum Meisterschaftsauftakt beim SK Pama auf Innenverteidiger Barna Toth verzichten. Der Abwehrspieler fällt nach einer Blinddarmoperation weiterhin aus und steht Trainer Günther Wally noch nicht zur Verfügung. Immerhin kehrten mit Lukas Umprecht und Julian Millner zuletzt zwei Urlauber wieder ins Mannschaftstraining zurück.

Oberpullendorf.Ein durchaus drängendes Problem der Oberpullendorfer war in der vergangenen Rückrunde die Schwäche bei defensiven Standardsituationen. In der Offensive ohnehin ein spielerisch starkes Team, kassierte man im Schnitt fast viermal so viele Treffer aus ruhenden Bällen wie noch in der sensationellen Hinrunde. Aus gegebenem Anlass ließ Neo-Coach Florian Hotwagner in der Vorbereitung also vermehrt Standards trainieren. Mit schnellem Erfolg: Neuzugang Oliver Tihanyi traf im Cup-Duell mit Eltendorf per Kopf nach einem Eckball zum 1:0. "Das war ein Punkt, den wir aufgegriffen und ernst genommen haben. Umso mehr freut es mich, dass die Jungs gesehen haben, dass wir da gleich gefährlich werden können", sagt Hotwagner.

SK Pama.Der SK startet zwar mit viel Optimismus in die neue Landesliga-Saison, muss gegen den SC Neusiedl aber auf Offensivspieler Marcel Szikonya verzichten. Der Angreifer laboriert weiterhin an einer Verletzung und fällt aus. Auch Markus Ruppitsch ist zwar wieder fit, für einen Meisterschaftseinsatz kommt die Partie aber noch zu früh. Dafür steht Robert Rak nach überstandenen Beschwerden wieder zur Verfügung.

Edelserpentin.Eine Woche vor Saisonstart hat Edelserpentin noch eine Teambuilding-Einheit eingestreut. „Wir haben die Einstandsfeier abgehalten und ein internes Tennisturnier gespielt. Es war schön, auch abseits vom Fußball etwas gemeinsam zu machen“, so Trainer Michael Horvath.

Pinkafeld. Im ersten Pflichtspiel wurde Pinkafeld ganz schön gefordert. Gegen die SG Redlschlag schaffte man gerade so im Elfmeterschießen noch den Aufstieg im Cup. „Es war ein Cupspiel, wie sich das die Fans vorstellen. Wir werden unsere Lehren daraus ziehen und gegen Kohfidisch besser auftreten“, so Trainer Benjamin Posch.

Lackenbach.In der abgelaufenen Spielzeit gab der SV Lackenbach nicht unbedingt das große Ziel aus, sich die Meisterkrone aufzusetzen. Ein einstelliger Tabellenplatz sollte es so rasch wie möglich sein, alles darüber hinaus wäre ein Bonus gewesen. Im Winter realisierte man aber schnell, dass für den Titel nicht allzu viel fehlen würde. Intern hieß es aus dem Lager des SV, dass man einen Aufstieg im Falle eines Falles nehmen würde. In die kommende Spielzeit geht man mit einem ähnlichen Motto. Trainer Robert Serdar sieht sein Team um den 10. Tabellenplatz, traut dem Team aber durchaus mehr zu. Von einem ähnlichen Kunststück will er aber nichts wissen, immerhin gibt es fortan auch eine andere Konkurrenz.

Bad Sauerbrunn. Der SC Bad Sauerbrunn hat in der Vorbereitung eindrucksvoll seine Offensivqualitäten unter Beweis gestellt. In sechs Testspielen und der ersten Runde des BFV-Cups erzielte die Mannschaft insgesamt 27 Tore und feierte dabei mehrere deutliche Siege. Besonders das 10:0 gegen Neudörfl sowie das 4:1 gegen die Hartberg Amateure sorgten für Selbstvertrauen. Mit dem souveränen 2:0-Erfolg im BFV-Cup gegen Weppersdorf holte sich Bad Sauerbrunn in einer starken Vorbereitung auch schon einen Pflichtspielsieg und blickt mit viel Zuversicht dem Ligastart entgegen.

SV Eberau.Bittere Nachrichten für den SV Eberau kurz vor dem Ligastart. Der langjährige Stammspieler Martin Bock zog sich im Cupspiel gegen Jabing einen Kreuzbandriss zu und fällt lange aus. Nach Maxi Mayer und Manuel Skerlak ist es schon der dritte Langzeit-Ausfall beim Tabellendritten der Vorsaison.