Staatsmeisterschaft: Zwei Titel-Hattricks und rot-goldene Doppelsiege

TENNIS

Bei den win2day Open in Oberpullendorf sicherten sich Sinja Kraus und Lukas Neumayer jeweils ihren dritten Staatsmeistertitel. Die burgenländischen Teilnehmer zeigten im Doppel auf. Leonie Rabl und David Pichler krönten sich dabei zum Staatsmeister.

Von BVZ Redaktion

Sinja Kraus und Lukas Neumayer holten sich in Oberpullendorf die Staatsmeistertitel.

Sinja Kraus und Lukas Neumayer holten sich in Oberpullendorf die Staatsmeistertitel.

© GEPA pictures/ Wolfgang Grebien, GEPA pictures/ Wolfgang Grebien

Es waren wahre Festtage für den heimischen Tennissport: Die win2day Open – die Österreichischen Tennis-Staatsmeisterschaften – gingen am Sonntag zum 17. Mal auf der Anlage des TC Sport-Hotel-Kurz zu Ende. Der neu errichtete Center Court war bis auf den letzten Platz gefüllt – rund 500 Zuschauer:innen sorgten für eine stimmungsvolle Kulisse. Im Rampenlicht standen am Ende zwei altbekannte Gesichter: Sinja Kraus und Lukas Neumayer sicherten sich jeweils zum dritten Mal den Staatsmeistertitel im Einzel – und bestätigten damit ihre Ausnahmestellung im heimischen Tennis. Die topgesetzte Wienerin Sinja Kraus (OÖTV) dominierte das Damenfinale gegen Claudia Gasparovic (NÖTV/6) klar mit 6:1, 6:2. Damit gewann die ÖTV-Vertragsspielerin den Titel nach 2021 und 2023 auch 2025 – und hielt ihren Zwei-Jahres-Rhythmus beeindruckend ein. Bei den Herren entwickelte sich das Finale zu einem echten Krimi: Lukas Neumayer (STV/3) und sein Davis-Cup-Kollege Jurij Rodionov (KTV/4) lieferten sich ein fast dreistündiges Duell auf Augenhöhe. Am Ende setzte sich der 21-jährige Salzburger mit 7:6 (7), 6:7 (5), 6:2 durch – und feierte nach 2022 und 2023 seinen dritten Staatsmeistertitel in Folge. Neben dem Prestige konnten sich die beiden Champions auch über ein sattes Preisgeld freuen: Je 8500 Euro sowie eine Fairplay-Prämie in Höhe von 777 Euro, gesponsert von win2day, gingen an Kraus und Neumayer.

Leonie Rabl und David Pichler holten Doppel-Titel

Das Burgenland durfte bei den Doppelbewerben jubeln. Im Damenbewerb siegte Leonie Rabl mit ihrer Partnerin Claudia Gasparovic im Finale gegen Marlies Rothensteiner und Caroline Illowska klar in zwei Sätzen – 6:4 und 6:1. David Pichler holte gemeinsam mit Juri Radionov den Titel. 6:2 und 6:2 gegen Leo Gutjahr und Joel Schwärzler. Die win2day Open 2025 waren nicht nur sportlich ein voller Erfolg, sondern auch ein emotionales Highlight für Fans und Veranstalter gleichermaßen. Bereits zum 17. Mal in Serie fanden die Österreichischen Tennis-Staatsmeisterschaften in Oberpullendorf statt – und laut Veranstalter und BTV-Präsident Günter Kurz war es „die bislang beste Ausgabe“.

Dazu beigetragen hat neben der hochkarätigen Besetzung – mit allen Davis-Cup-Einzelspielern außer dem Wimbledon-Starter Sebastian Ofner sowie der versammelten Elite im Rollstuhltennis – vor allem die neue Infrastruktur: Der neu errichtete, überdachte Center Court wurde zum Publikumsmagneten. „Ab Freitag war die Tribüne voll, die Stimmung war auch dank des ÖTV-Davis-Cup-Fanclubs richtig gut“, freute sich Kurz. Die vielen Zuschauer:innen sorgten bei besten Bedingungen für echtes Tennisflair – mit einer Mischung aus Spitzensport und Gänsehautmomenten. Ein besonderes Highlight war auch der soziale Aspekt: Beim traditionellen Charityturnier wurde heuer die beeindruckende Summe von 10.600 Euro gesammelt – zugunsten der Österreichischen Krebshilfe Burgenland. Ein starkes Zeichen der Solidarität, das die Bedeutung dieses Events weit über das Sportliche hinaus unterstreicht.