MSV forderte Besiktas: Starker Auftritt gegen den türkischen Topklub

TESTSPIEL

Vor 2000 Zuschauern lieferte der MSV 2020 dem türkischen Spitzenklub Besiktas einen beherzten Kampf. Zwar setzte sich der 16-fache Meister mit 1:0 durch, die Grün-Weißen verkauften sich gegen den internationalen Gegner aber mehr als teuer.

Von Von Martin Ivansich

MSV forderte Besiktas: Starker Auftritt gegen den türkischen Topklub

© Martin Ivansich

Es war ein Testspiel, das den Mattersburgern wohl noch lange in Erinnerung bleibt. Der MSV 2020 empfing den türkischen Traditionsverein Besiktas und hielt gegen den 16-fachen Meister über weite Strecken hervorragend mit. Nicht deshalb war es ein Fußballfest, das lag vor allem an den vielen Besiktas-Fans. Die zahlreichen Anhänger des türkischen Traditionsklubs sorgten bereits lange vor dem Anpfiff für eine sensationelle, zugleich aber jederzeit friedliche Stimmung.

MSV forderte Besiktas: Starker Auftritt gegen den türkischen Topklub

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Am Ende entschied ein sehenswerter Treffer der Gäste die Partie mit 1:0, doch der Ostliga-Klub durfte sich nach einer starken Vorstellung erhobenen Hauptes verabschieden. An der Seitenlinie vertrat Michael Schranz das Trainerduo Alois Höller und Josef Kühbauer, die sich ebenso im Urlaub befanden wie Max Schranz und Kapitän Christoph Leitgeb. Ansonsten konnten die Grün-Weißen nahezu in Bestbesetzung antreten. Lukas Secco führte die Mannschaft als Kapitän aufs Feld.

Besiktas mit mehr Ballbesitz, MSV mit viel Leidenschaft

Zwar bestimmte Besiktas erwartungsgemäß das Spielgeschehen, ein großer Klassenunterschied war jedoch kaum zu erkennen. Die Türken traten allerdings nicht mit ihrem kompletten Starensemble an. Die WM-Teilnehmer und Neuzugänge Orkun Kökçü und Salih Özcan fehlten ebenso wie der von Stuttgart verpflichtete Torhüter Alexander Nübel.

Der Stimmung tat das - wie eingangs erwähnt - keinen Abbruch. Die Besiktas-Fans sorgten verwandelten das Pappelstadion in einen Hexenkessel. Gespielt wurden zweimal 35 Minuten. Kurz nach dem Seitenwechsel gelang den Gästen schließlich die Entscheidung: Ilhan Fakili zirkelte den Ball unhaltbar für Michael Stöger ins Kreuzeck.

Der MSV ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken. Immer wieder setzte die Mannschaft Nadelstiche nach vorne, angetrieben vor allem von Mittelfeldmotor Justin Strodl. Die größte Chance hatte Joel Kitenge nach einer präzisen Hereingabe von Strodl, traf den Ball jedoch nicht optimal.

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Auf der Gegenseite bewahrte Michael Stöger sein Team mit einer starken Parade nach einem gefährlichen Freistoß vor einem weiteren Gegentreffer.

Stolz trotz knapper Niederlage

Auch wenn am Ende eine knappe 0:1-Niederlage zu Buche stand, überwog beim MSV der Stolz über die gezeigte Leistung. „Wir haben es richtig gut gemacht, sind hinten stabil gestanden und hatten auch den einen oder anderen guten Angriff“, zeigte sich Betreuer Michael Schranz zufrieden.

Kapitän Lukas Secco war voll des Lobes für seine Mannschaft: „Wir können stolz auf die Mannschaft sein. Wir konnten gute Nadelstiche setzen und haben gezeigt, dass wir auch Fußball spielen können.“

Für Justin Strodl war die Partie ein ganz besonderes Erlebnis. „Es war eine einmalige Gelegenheit, wenn man gegen so einen Gegner spielen darf. Wir haben es über weite Strecken richtig gut gemacht. Natürlich war es nicht die Top-Besetzung von Besiktas, aber es war trotzdem eine überragende Stimmung. Das war schon ein unbeschreibliches Gefühl. So eine Atmosphäre würde man sich bei jedem Spiel wünschen.“

Im Anschluss an den MSV-Test verlor Besiktas den zweiten Probegalopp gegen das polnische Erstliga-Team Widzew Lodz miot 0:2.

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