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Position beziehen: „nachschrift“ im Kulturzentrum Eisenstadt
Theater der Gegenwart
Der Text gilt als eine der eindringlichsten Auseinandersetzungen mit dem Holocaust in der Literatur: Heimrad Bäckers „nachschrift“ zeigt das Grauen in kühlen Worten. Schauspielerin Patricia Aulitzky und Musikerin Clara Frühstück bringen die gleichnamige Sprach-Oper jetzt erstmals im Burgenland auf die Bühne: Am Dienstag, dem 27. Mai (19.30 Uhr) im Kulturzentrum Eisenstadt. Für Inhaber eines Theater-Abos und für alle unter 27 Jahren ist der Eintritt frei!
Die "nachschrift" als Sprach-Oper - jetzt erstmals im Kulturzentrum Eisenstadt.
© Patrick Topitschnig
„Es genügt, die Sprache der Täter und der Opfer zu zitieren. Es genügt, bei der Sprache zu bleiben, die in den Dokumenten aufbewahrt ist“, so charakterisierte Heimrad Bäcker sein Stück. Daraus ergebe sich eines von selbst: „Dokument und Entsetzen, Statistik und Grauen.“ Der Text des 2003 verstorbenen Schriftstellers ist eine der radikalsten literarischen Auseinandersetzungen mit dem Holocaust. Die Dramatisierung von Bernd Liepold-Mosser bringt „nachschrift“ am Dienstag (Beginn: 19.30 Uhr) auf die Bühne des Kulturzentrums Eisenstadt.
Im Rahmen der Reihe „Positionen - Theater der Gegenwart“ werden kühle Texturen, Listen, Aufzählungen als Sprechoper inszeniert, in Kooperation mit dem Theater Nestroyhof Hamakom; auf der Bühne: Schauspielerin Patricia Aulitzky und Pianistin Clara Frühstück.
© Patrick Topitschnig
Die bürokratische Verwaltung und Organisation hinter der Vernichtung vermittelt den unbegreiflichen Schrecken der Massenvernichtung. Die Inszenierung als performative Sprach-Oper unterstreicht diese Intensität. Den Burgenländischen Kulturzentren gelingt damit ein weiterer starker Abend der Reihe „Positionen“.
Für KUZ-Theater-Abonnentinnen und -Abonnenten ist der Eintritt am Dienstag, dem 27. Mai, frei! Ebenso für alle unter 27 Jahren. Dazu ist nur eine Anmeldung erforderlich - per Mail unter eisenstadt@kulturzentren.at oder telefonisch unter 02682/719-1000
Vorschau auf den Herbst
Mit dem Dance Identity Festival im September wird die Reihe fortgesetzt. Im November folgt mit „Umgraben – Letzte Ausfahrt Friedhof“ ein gänzliches neues Stück Theater aus dem Burgenland! Regisseurin Angelika Messner bearbeitet ein Libretto von Autorin Michaela Frühstück.
Mehr Informationen zum Programm gibt es laufend auf www.kultur-burgenland.at