Mit dem Auto zu Olympia: Auf was Sie achten sollten!

Tipps vom ÖAMTC

Sie wollen bei dem einen oder anderen Bewerb der Olympischen Winterspiele in Italien live dabei sein? Hier Tipps vom ÖAMTC, auf was Sie bei der Anreise mit dem Auto achten sollten.

Von Von Thomas Vogelleitner

Die Olympischen Winterspiele in Italien finden 6. bis 22. Februar 2026 statt.

Die Olympischen Winterspiele in Italien finden 6. bis 22. Februar 2026 statt.

© APA/EXPA/ Johann Groder, EXPA/ JOHANN GRODER

Von Mailand bis Cortina, von Livigno bis Verona: Die Olympischen Winterspiele 2026 werden viele Wintersportfans nach Norditalien locken. Die Wettkämpfe finden von 6. bis 22. Februar 2026 an mehreren Standorten in der Lombardei, in Venetien, Südtirol und im Trentino statt. Direkt im Anschluss folgen die Paralympischen Winterspiele von 6. bis 15. März.

Wer die Olympia-Atmosphäre live erleben möchte und mit dem Auto anreist, sollte sich rechtzeitig informieren. „Die Einreise nach Italien ist zwar unkompliziert, dennoch gibt es einige Besonderheiten bei Maut, Zufahrtsbeschränkungen und winterlichen Straßenverhältnissen, die Autofahrerinnen und Autofahrer unbedingt einplanen sollten", sagt ÖAMTC-Reiseexpertin Yvette Polasek. Für die Einreise reicht ein Reisepass oder Personalausweis. Zusätzlich müssen Führerschein und Zulassungsschein, beides in analoger Form, mitgeführt werden. „Wir empfehlen außerdem, die Internationale Versicherungskarte dabei zu haben – sie kann im Ernstfall viel Zeit sparen“, betont Polasek.

Mit dem Auto zu Olympia: Auf was Sie achten sollten!

© Christian Husar

Damit die Fahrt zu den Wettkampfstätten möglichst stressfrei verläuft, fasst die ÖAMTC-Reiseexpertin die wichtigsten Punkte zusammen:

Winterausrüstung. Eine landesweit einheitliche Winterreifenpflicht gibt es in Italien nicht. In Südtirol sind jedoch vom 15. November bis 15. April Winterreifen unter anderem im Stadtgebiet von Bozen sowie auf der Brennerautobahn A22 bis Affi vorgeschrieben. „Viele Olympia-Standorte liegen in hochgelegenen Regionen, die nur über Berg- oder Passstraßen erreichbar sind. Einige Pässe sind im Winter generell gesperrt. Andere Routen können bei starkem Schneefall kurzfristig gesperrt oder nur mit Schneeketten befahrbar sein. Mit zum Beispiel dem ÖAMTC-Routenplaner, der auch aktuelle Wintersperren ausweist, lässt sich die Anreise gut vorbereiten", so Polasek.

Luegbrücke. Durch die Verkehrseinschränkungen auf der A13 sollte für die Anreise genügend Zeit eingeplant werden: Der Verkehr über die Luegbrücke (auf der Brennerautobahn) wird aktuell nur einspurig geführt, was zu Behinderungen und Verzögerungen führen kann.

Maut in Italien. „Die Autobahnmaut wird in Italien streckenabhängig verrechnet. Auf einigen Abschnitten kommt das sogenannte Free-Flow-System zum Einsatz: Fahrzeuge werden automatisch erfasst und die Mautgebühr über das hinterlegte Zahlungsmittel abgebucht. Klassische Mautstationen entfallen, eine Bezahlung vor Ort ist nicht möglich“, erklärt Polasek. Daher ist eine Vorab-Registrierung des Fahrzeugs und der Zahlungsmethode erforderlich. Zusätzlich gibt es Strecken mit Pauschalmaut. Dazu zählt auch der Munt-la-Schera-Tunnel, der die Schweiz mit dem Olympia-Austragungsort Livigno verbindet.

Zufahrtsbeschränkungen undCar Pass.Während der Spiele werden die Olympia-Areale in verschiedene Zonen unterteilt, die nur mit einem sogenannten Car Pass befahren werden dürfen. Dieser ist als Tages- oder Mehrtagespass über die Plattform der Fondazione Milano Cortina erhältlich und ausschließlich an Veranstaltungstagen sowie zu festgelegten Zeitfenstern gültig. Der Car Pass ist in dieser Zeit auch bereits für die Fahrt durch den Munt-la-Schera-Tunnel erforderlich. Abgesehen davon ist Italien bekannt für verkehrsbeschränkte Zonen (Zona a traffico limitato, ZTL) und City-Mautsysteme. Polasek; „Auch Olympia-Besucherinnen und -Besucher sind davon betroffen – insbesondere in Mailand und in der Lombardei, wo Durchfahrtsverbote weit verbreitet sind.“

Vorteile für Elektroautos. „Vor der Fahrt lohnt es sich für E-Auto-Fahrerinnen und -Fahrer zu prüfen, ob in den jeweiligen Regionen Sonderregelungen gelten. So parken Elektroautos in manchen Städten kostenlos, allerdings häufig nur nach vorheriger Kennzeichenregistrierung“, weiß die ÖAMTC-Reiseexpertin. Auch in vielen ZTL-Bereichen genießen E-Fahrzeuge Vorteile – ebenfalls nur mit Registrierung bei der jeweiligen Gemeinde. In Metropolen wie Mailand oder Bologna sind registrierte E-Autos von der City-Maut befreit.

„Wer rechtzeitig plant, sich über lokale Verkehrsregelungen informiert und winterliche Straßenverhältnisse einkalkuliert, kann die Olympischen Winterspiele 2026 entspannt genießen – und sich ganz auf die sportlichen Höchstleistungen konzentrieren", so Polasek abschließend.

www.oeamtc.at/reiseservice