Sediment, also Schlamm, und nicht verwertbares Schilf fallen bei Arbeiten am Neusiedler See an. Forschung Burgenland, Technische Universität Graz und weitere Partner untersuchen, ob daraus Baustoffe und andere Produkte entstehen können. Ein begehbarer „Schilfraum“ in Winden am See zeigt erste Ergebnisse.
St. Andrä: Hoher Besuch im Kloster Maria Schutz
Umbauarbeiten
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und der katholische Diözesanbischof von Eisenstadt, Ägidius Zsifkovics, haben am Wochenende das orthodoxe Kloster Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee besucht. Der Termin verband einen Rückblick auf die Entwicklung des Klosters mit einem Einblick in laufende Bauarbeiten. Im Mittelpunkt stand auch der interkonfessionelle Austausch.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (5.v.l.) und Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics (5.v.r) wurden von der Bruderschaft herzlich empfangen.
© zVg / Metropolis von Austria
Empfangen wurden die Gäste von Metropolit Arsenios von Austria, dem Vorsteher der orthodoxen Metropolis von Austria, also der kirchlichen Verwaltungseinheit der Orthodoxen Kirche in Österreich. Arsenios ist zugleich Abt der Klostergemeinschaft. Ebenfalls anwesend war der Weihbischof der Metropolis von Austria in Wien, Maximos (Rudko). In den Bezirk kam die Bruderschaft schon vor bereits zehn Jahren, damals noch kurzfristig im Pfarrhof von Weiden am See untergebracht, bevor sie ihre dauerhafte Niederlassung in St. Andrä fand. Im Jahr 2020 fand außerdem die Grundsteinlegung für ein Kloster statt, welches bis heute noch nicht realisiert wurde. Dennoch gab es für die Gäste bauliche Maßnahmen zu besichtigen.
Metropolit Arsenios und Vater Raphael, der als Ökonom für die wirtschaftlichen und organisatorischen Belange zuständig ist, führten Landeshauptmann und Bischof über das Gelände. Besichtigt wurden zunächst zwei ehemalige Wohnhäuser, die nun zu einer festen Unterkünften für die Klostergemeinschaft umgebaut wurden. Dort werden sich nach Auskunft von Vater Raphael künftig auch fünf bis sechs Pilgerzimmer finden. Die Gemeinschaft besteht derzeit aus drei Mönchen und einem Mönchspriester.
Die Gebäude dienen als Kellion, also als privater Wohn- und Rückzugsbereich der Mönche. Danach führte der Rundgang zur Baustelle der Kapelle des heiligen Bartholomäos. Sie gilt als geistliches Zentrum der Anlage und wird derzeit vollständig neu gestaltet, um den liturgischen Anforderungen der orthodoxen Tradition zu entsprechen. Die Arbeiten dazu sollen im Sommer dieses Jahres abgeschlossen werden. Während der Bauphase nutzt die Gemeinschaft den Keller des Gebäudes als provisorischen Ort für die täglichen Gottesdienste. Wie Vater Raphael auf BVZ-Anfrage berichtet, verfolgt die orthodoxe Kirche nach wie vor den Plan, das eines Kloster-Neubaus in Zukunft zu verwirklichen. Dazu müssten sich allerdings zunächst Großspender finden, um das kostspielige Projekt auch finanziell stemmen zu können.
Die traditionelle Große Wasserweihe findet am 24. Jänner um 10 Uhr direkt am Ufer des Zicksees statt. Dieses orthodoxe Fest zählt zu den wichtigsten Ereignissen im Jahreskreis des Klosters und zieht regelmäßig zahlreiche Gläubige sowie Interessierte an.