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Neudörfl: Behördliche Genehmigung für Laichgewässer wurde erteilt
Umsetzung im Frühjahr
Im April 2024 wurde von der Gemeinde im Auftrag des Umweltausschuss des Neudörfler Gemeinderats um eine naturschutzbehördliche Genehmigung angesucht, um auf der Lazawiese ein Laichgewässer für Amphibien errichten zu können. Vor Kurzem habe man die Bewilligung dafür erhalten, berichtet Ausschussleiterin Sabine Schügerl von den Grünen.
Dem Laichgewässer auf der Lazawiese – hier beim symbolischen Spatenstisch im März 2024 – sollte nach der behördlichen Genehmigung nun nichts mehr im Wege stehen.
© Artner
Den symbolischen Spatenstich zum Laichgewässer gab es im März vergangenen Jahres. Schon damals wollte man rasch loslegen. Im Juni wurde bei einem Lokalaugenschein allerdings eine potentiell seltene Pflanzenart entdeckt. Das Projekt musste daraufhin kurzfristig abgebrochen werden. Im September forderte die Bezirkshauptmannschaft ergänzende Unterlagen nach. Soweit eine kurze Chronologie.
Hohe Bestandsdichte von Wiesensalbei und Vorkommen vom Blutroten Sommerwurz
Der Wiesenabschnitt, auf dem das Laichgewässer ausgehoben werden soll, wird, so ist jetzt bekannt, als Salbei-Glatthaferwiese eingestuft. Salbei-Glatthaferwiesen, ehemals stark verbreitet, zählen heute zu den am stärksten gefährdeten Wiesentypen. „Es gibt eine hohe Bestandsdichte von Wiesensalbei und Vorkommen vom Blutroten Sommerwurz. Im Bescheid ist angeführt, dass durch die geringe Inanspruchnahme von Fläche aber keine negativen Auswirkungen auf den Bestand erwartet werden“, erklärt Sabine Schügerl. Das Laichgewässer soll ungefähr 24 mal 12 Meter groß werden. „Außerdem wird die Böschungsfläche des Laichgewässers mit entsprechender standortgerechter und artenvielfältiger Saatgutmischung bepflanzt werden.“ Für die Bepflanzungen stehen Fördermittel bereit, die abgerufen werden können, da Neudörfl der KLAR!-Region beigetreten ist.
Somit sollte einem offiziellen Spatenstich nun nichts mehr im Wege stehen, ist Sabine Schügerl zuversichtlich. Der erste Schritt wird das Ausheben der Grube sein, danach wird fein nachgearbeitet. Hier bekomme man fundierte Unterstützung von der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie (ÖGH).
Das Projekt ist Ausschussleiterin Sabine Schügerl ein großes Anliegen. „Als ich mich um die Problematik der verendeten Amphibien annahm, die vom Neudörfler Ökologen Stephan Ettmar aufgezeigt wurde, konnte ich den Umweltausschuss, sofort für die Sache begeistern. Meine Kolleginnen und Kollegen haben sich von Anfang an parteiübergreifend zu diesem Projekt, welches eine bedeutende Schutzmaßnahme für die vom Aussterben bedrohten Amphibien darstellt, bekannt. Auch konnten wir Neudörfls Jägerschaft für das Laichgewässer gewinnen. Ein großes Dankeschön gebührt zudem Christian Proy, Mitglied der ÖGH. Er hat bereits viele Stunden in die Planung und Vorbereitung des Neudörfler Laichgewässers investiert und steht uns bei der Umsetzung fachkundig zur Seite. Immerhin hat er bereits über 100 derartige Ersatzlaichgewässer in den verschiedensten Bundesländern angelegt.“