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Unstimmigkeiten: Neu gestaltete Auffahrt wird nun verbreitert
Gemeinderat Sieggraben
Die Umgestaltung der Auffahrt zum Riegel bei der Oberen Hauptstraße neben der Dreifaltigkeitssäule und dem neu gebauten Gebäude OH1 war in den vergangenen Monaten schon oft ein Streitpunkt. Nun wird das bereits fertig gestellte Straßenstück nach ÖVP-Antrag um einen Meter verbreitert , damit auch größere Fahrzeuge passieren können. Von einem Alleingang des SPÖ-Bürgermeisters Andreas Gradwohl spricht die ÖVP. Dieser bezeichnet die Angelegenheit als „himmelschreiend“.
Bürgermeister Andreas Gradwohl zeigt die bereits fertiggestellte, neu gestaltete Auffahrt zum Riegel samt neuer Parkplätze.
© zVg, zVg
Die Umgestaltung der Auffahrt zum Riegel bei der Oberen Hauptstraße neben der Dreifaltigkeitssäule und dem neu gebauten Gebäude OH1 war in den vergangenen Monaten schon oft ein Streitpunkt. Nachdem im Vorjahr, noch vor der Gemeinderatswahl-Wahl, ein einstimmiger Beschluss im Gemeinderat gefasst wurde, wie diese Kreuzung gestaltet wird und unter welchen Parametern die Ausführung geschehen soll, wurde der Umbau nun bereits entsprechend fertiggestellt. „Die Auffahrt wurde bewusst schmal ausgeführt, um die Geschwindigkeit der Fahrzeuge zu verringern und die Fußgänger zu schützen. Es wurde im Anfahrtsbereich auch ein Randstein (Schrägboard) eingebaut, so dass die Fahrzeuge abbremsen müssen, bevor sie die neue gepflasterte Fläche befahren. Auch wurden ein paar Parkplätze zusätzlich geschaffen - diese waren der Wunsch der Bevölkerung bei der vorangegangenen Bürgerversammlung. Unterm Strich eine runde Sache“, so Bürgermeister Andreas Gradwohl.
Nun brachte die ÖVP-Sieggraben den Antrag ein, die bereits fertiggestellte Auffahrt samt dem Parkplatzstreifen zu verbreitern, wobei dieser mit der absoluten Mehrheit auch beschlossen wurde. „Dies ist ein klarer Widerspruch zur beschlossenen Variante und würde nicht zur Verkehrssicherheit beitragen, sondern diese Auffahrtstraße gefährlicher machen. Größere Fahrzeuge wie LKW´s oder große Traktoren können auch auf der anderen Seite der Dreifaltigkeitssäule in die Gasse "Riegel" einfahren. Hier wird meiner Meinung nach sehr viel Geld auf schildbürgerliche Art und Weise ausgegeben und dies aus reinem parteipolitischem Kalkül, bei dem die ÖVP ihre Kräfte spielen lassen und mir als Bürgermeister zeigen will, wer die Mehrheit im Gemeinderat hat“, meint der Bürgermeister um abschließend fortzufahren: „Wir gehen mit den Gemeindefinanzen sehr sorgsam um, umso ärgerlicher ist es, mit ansehen zu müssen, wie hier unnötig Geld ausgegeben wird und dies auch noch um die Verkehrssicherheit für Fußgänger zu senken. Das ist himmelschreiend!“
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Anders sieht das Vizebürgermeister Anton Taschner von der ÖVP, er sagt: „Der Bürgermeister hat die Gestaltung der Auffahrt zum Riegel noch vor der Gemeinderatswahl im Alleingang durchgezogen. Es gab hier weder Ausschreibungen noch Kostenvoranschläge. Die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) benützte den Platz während der Bauarbeiten des OH1 zum Lagern von Baumaterial und für die Baucontainer. Die Firma versprach der Gemeinde, diesen Platz nach Abschluss der Arbeiten wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu bringen.“
Laut dem Vizebürgermeister wollte Bürgermeister Gradwohl hier eigentlich gar keine neue Auffahrt errichten, doch nach einer Bürgerinitiative samt Unterschriftenliste, wo mehr als 100 Unterschriften für eine neuerliche Auffahrt gesammelt werden konnten, wurde diese doch gebaut. „Diese Auffahrt zum Riegel ist aber zu schmal ausgefallen, größere Fahrzeuge können hier nicht passieren. Deshalb haben wir bei der vergangenen Gemeinderatssitzung den Antrag gestellt, der mit den ÖVP-Stimmen auch beschlossen wurde, diese um einen Meter zu verbreitern. Wir wussten nicht früher, wie breit diese Auffahrt sein würde, weil sich das Bürgermeister Gradwohl alleine mit der OSG, die die Arbeiten ausführte, ausgemacht hat. Was das jetzt für Kosten verursachen wird, das weiß ich nicht“, so der Vizebürgermeister.