Bilder von ukrainischen Kindern, die vom Team des SOS Kinderdorf begleitet wurden, sind derzeit im Rathaus Pinkafeld zu sehen.
Sonderschule Oberwart sorgt für Gesprächsstoff
Platzproblem
Die Stadt bekommt einen 45 Millionen Euro teuren Bildungscampus, indem die Allgemeine Sonderschule nicht involviert sein wird. Eltern bekritteln Containerunterricht. Schulleitung und Schulerhalter bestätigen ein Platzproblem. Von grundsätzlichen Problemen sei man aber weit entfernt.
Im Container wird nur eine Klasse und nicht die ganze Schule unterrichtet.
© Bertie Unger
„Jeder Elternteil mit besonderen Bedürfnissen will das beste für sein Kind, das ist absolut verständlich. Grundsätzlich ist es aber so, dass die Container top sind“, sagt Schulleiter Günter Valika. „Kinder und Lehrer fühlen sich sehr wohl, es ist ja doch auch so, dass nur in einer Klasse unterrichtet wird. Der Rest ist Nachmittagsbetreuung. Die Gemeinde ist da wirklich sehr bemüht, die Ressourcen abzuwägen. Natürlich wäre eine neue Schule wünschenswert und natürlich ist es auch ein Platzproblem. Das Beste zu wollen, ist aus meiner Sicht verständlich, aber man muss einen Kompromiss finden, der ja da ist“, sagt Valika. „Wir hatten im Dezember 20222 eine Begehung mit Gemeindevertretern und Franz Jeschko, dem Schulqualitätsmanager für Inklusion, Diversität und Sonderpädagogik und da gab es wirklich nur Kleinigkeiten zu kritisieren. Ich möchte betonen, dass die Unterstützung der Stadtgemeinde einmalig ist. Das ist nicht in jeder größeren Gemeinde so. Ich bin ja selbst Schulerhalter in Jabing, ich weiß was heißt“, sagt Günter Valika.
Von Containerschule weit entfernt
„Also hier von einer Containerschule zu sprechen, ist weit her geholt. Wir sprechen von 100 Quadratmetern in einem 1.200 Quadtratmeter großen Komplex“, sagt Oberwarts Bürgermeister Georg Rosner. „Wir machen alles, was notwendig ist. Die Container sind in einem gut ausgebauten Zustand. Wenn es um Adaptierungen geht, machen wir das immer, aber jetzt neu zu investieren wäre nicht richtig. Ich persönlich habe noch nie eine negative Rückmeldung von Eltern bekommen“, so der Stadtchef.
„Die Pädagog:innen machen eine super Job und arbeiten mit Kindern aus der ganzen Region. Wir haben zu keinem Kind nein gesagt, also das ist wirklich weit hergeholt“, sagt Rosner. Die Container wurden 2013 aufgestellt. „Der Landesschulrat muss das immer wieder genehmigen und das passiert auch“, sagt Bürgermeister Rosner.
Eine mögliche Lösung ist in Aussicht
Die Berufsschule für Elektrotechnik soll nach Pinkafeld übersiedeln, dann könnte das Gebäude für die Allgemeine Sonderschule genützt werden. Wann das passieren soll, ist aber unklar. „Das ist konkret, aber es wird keine Zeit genannt. Aber wir brauchen da einen Zeitpunkt, um reagieren zu können“, sagt Georg Rosner. „Denn, sollte das mit der Berufsschule nichts werden, müssen wir in die ASO investieren. Wir brauchen eine konkrete Zeit, um reagieren zu können, aber das zieht sich schon seit Jahren“, so Rosner. Ein Termin für die Umsiedelung steht auf BVZ-Nachfrage noch nicht fest.