Wulkaprodersdorf hat den besten Bahnhof im Burgenland

VCÖ-Bahntest

Beim aktuellen VCÖ-Bahntest schneidet der Bahnhof Wulkaprodersdorf im Burgenland am besten ab. Gleichzeitig sehen die Fahrgäste Verbesserungsbedarf bei Sanitäranlagen, Wartebereichen und der öffentlichen Erreichbarkeit.

Von Von BVZ Redaktion

Erst im Vorjahr wurde der Bahnhof Wulkaprodersdorf umfassend neu gestaltet.

Erst im Vorjahr wurde der Bahnhof Wulkaprodersdorf umfassend neu gestaltet.

© zVg / Gregor Hafner

Der Bahnhof Wulkaprodersdorf ist im aktuellen VCÖ-Bahntest der bestbewertete Bahnhof des Burgenlandes. Besonders positiv beurteilen die Fahrgäste die Sauberkeit, den Erhaltungszustand und die Erreichbarkeit mit dem Fahrrad. Verbesserungsbedarf sehen sie hingegen bei der Anbindung mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln, den Wartebereichen und dem Witterungsschutz sowie bei den WC- und Sanitäranlagen.

Auf Platz zwei folgt der Bahnhof Neusiedl am See. Dort wurden unter anderem die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Fahrrad sowie der Erhaltungszustand und die Fahrgastinformation positiv bewertet. Kritik gibt es bei den Fahrkartenautomaten, der Sauberkeit, den Wartebereichen und den Sanitäranlagen. Es folgen Parndorf Ost, Jennersdorf und Eisenstadt.

Insgesamt sind 54 Prozent der burgenländischen Fahrgäste mit den WC- und Sanitäranlagen ihres Einstiegsbahnhofs unzufrieden. 29 Prozent kritisieren die Wartebereiche. Auch die Erreichbarkeit außerhalb der Hauptverkehrszeiten ist ein Thema: 41 Prozent wünschen sich hier Verbesserungen. Mit den Park-and-Ride-Anlagen sind 27 Prozent unzufrieden, mit den Fahrradstellanlagen 28 Prozent.

„Bahnhöfe sind mehr als Haltestellen. Sie sind Aushängeschild und Visitenkarte der Bahn und zudem zentrale Mobilitätsdrehscheiben jeder Region“, sagt VCÖ-Experte Michael Schwendinger. Beim Bahnhofstest bewerteten Fahrgäste insgesamt 16 Kriterien.

Wie wichtig eine gute Anbindung ist, zeigen auch die Anreisezahlen: 30 Prozent der burgenländischen Fahrgäste kamen zu Fuß zum Bahnhof, weitere 20 Prozent mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln. Vom Bahnhof zum Zielort nutzten 47 Prozent öffentliche Verkehrsmittel und 29 Prozent gingen zu Fuß. Zum Vergleich: 33 Prozent fuhren mit dem eigenen Pkw zum Bahnhof.

Laut dem VCÖ kann auch die Raumplanung dazu beitragen, die Verkehrsbelastung zu reduzieren. Werden Wohnsiedlungen und Betriebe in Bahnhofsnähe errichtet, könne die Zahl jener steigen, die für ihre Wege auf die Bahn statt auf das Auto setzen.