Frau erzählte bei Polizei Lügen über ihren Mann

Verleumdungsprozess

Ihr Mann habe sie bedroht, behauptete eine 42-jährige Frau aus dem Bezirk Mattersburg im September 2025 bei der Polizei. Ihr Ehemann wurde daraufhin aus der Wohnung weggewiesen. Später gab die Frau zu, dass die Vorwürfe erfunden gewesen waren.

Von Elisabeth Kirchmeir

"Es war ein Ausrutscher", gab die Angeklagte vor Gericht zu.

"Es war ein Ausrutscher", gab die Angeklagte vor Gericht zu.

© BVZ/Kirchmeir

Und so musste sich die 42-Jährige am Mittwoch, 26. November 2025, in Eisenstadt wegen falscher Beweisaussage vor Gericht verantworten. „Es war ein Ausrutscher“, gab die Angeklagte zu. „Normal bin ich eine ehrliche Frau.“

An diesem Tag im September habe sie ihren Mann zur Rede gestellt, weil dieser ihrer Meinung nach Alkohol getrunken hatte, während sie nicht zu Hause war. „Er fing zu streiten an, ich verließ die Wohnung“, erzählte die Frau weiter.

Am Weg zum Bahnhof sei ihr Mann ihr gefolgt. „Er fing laut zu schimpfen an, die Leute schauten schon“, so die Angeklagte. Ein Autolenker habe angehalten und die Polizei verständigt. Von der Polizei zu dem Vorfall befragt, gab die Frau an, dass ihr Mann damit gedroht habe, ihr einen Sessel „über den Schädel zu hauen“.

„Das hat er nicht gesagt, er hat aber schon geschimpft und geschrien“, sagte die 42-Jährige. Sie sei „auf 180“ gewesen.

14 Tage lang durfte der Mann nicht nach Hause

14 Tage lang durfte der Mann nicht nach Hause kommen. Danach habe man sich ausgesprochen, so die Angeklagte. „Wir sind 24 Jahre lang verheiratet, das ist eine lange Zeit.“

„Dass man vor der Polizei die Wahrheit sagen muss, das wissen Sie?“, fragte die Richterin. „Das weiß ich“, bestätigte die Angeklagte.

Sie wurde zu fünf Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. „Das war das erste und das letzte Mal“, erklärte daraufhin die Angeklagte. „Ich will mit Polizei und Gericht nichts mehr zu tun haben.“

Für das Urteil sagte sie „herzlichen Dank“ und nahm den Schuldspruch an.