In Neuberg Bergen fand am Sonntag ein ganz besonderer Gottesdienst statt.
Thomas König übernimmt in schwierigen Zeiten
Volkshilfe Burgenland
Während österreichweit die Zahl armutsgefährdeter Menschen steigt und die Pflege vor demografischen Belastungsproben steht, hat die Volkshilfe Burgenland mit Thomas König einen neuen Präsidenten an ihrer Spitze. Gemeinsam mit Volkshilfe Österreich Direktor Erich Fenninger und Pflegedienstleiterin Karin Csencsits zog er in Güssing Bilanz über aktuelle Entwicklungen und skizzierte die Schwerpunkte der kommenden Jahre.
Erich Fenninger, Thomas König und und Karin Csencsits zogen in Güssing Bilanz.
© Volkshilfe
Mit rund 270 Mitarbeiter:innen zählt die Volkshilfe Burgenland zu den wichtigsten sozialen Organisationen des Landes. Die Aufgaben reichen von Pflege und Betreuung über Armutsbekämpfung bis hin zu Beschäftigungsprojekten für langzeitarbeitslose Menschen. Besonders alarmierend sind für die Volkshilfe die aktuellen Armutszahlen. Rund 400.000 Kinder und Jugendliche gelten mittlerweile als armutsgefährdet. Das entspricht beinahe jedem vierten Kind. „Armut ist keine Eigenschaft eines Menschen. Armut bedeutet massiven Ausschluss von gesellschaftlicher Teilhabe und ist ein Skandal unserer Zeit“, sagt Volkshilfe-Österreich-Direktor Erich Fenninger, der hofft, dass Sozialleistungen nicht dem Sparstift des Bundes zum Opfer fallen. Doch während die Armutsgefährdungsquote österreichweit bei rund 15 Prozent liegt, beträgt sie im Burgenland acht Prozent und ist damit die niedrigste aller Bundesländer.
„Die Zahlen im Burgenland zeigen, dass soziale Maßnahmen wirken können, wenn man mutige Entscheidungen trifft. Das Burgenland setzt seit Jahren gezielt Schritte gegen Armut und soziale Ausgrenzung. Der Mindestlohn, der kostenlose Kindergarten sowie zahlreiche weitere Unterstützungsmaßnahmen tragen wesentlich dazu bei, die Lebenssituation vieler Menschen zu verbessern. Deshalb liegt die Armutsgefährdungsquote im Burgenland deutlich unter dem österreichischen Durchschnitt“, betont Neo-Präsident Thomas König.
Neben der Armutsbekämpfung zählt die Pflege zu den wichtigsten Zukunftsthemen der Organisation. Im Zuge der Einführung des burgenländischen Pflegestützpunktsystems erhielt die Volkshilfe den Zuschlag für zehn von insgesamt 28 Versorgungsregionen und ist damit mittlerweile der größte Anbieter in diesem Bereich im Burgenland. Allein im April absolvierten die Mitarbeiter:innen mehr als 16.000 Einsätze in der Hauskrankenpflege und Heimhilfe. Bereits in Betrieb sind Pflegestützpunkte in Deutsch Jahrndorf, Müllendorf und Stinatz. Weitere Standorte in Gols, Rehgraben, Frauenkirchen und Olbendorf sollen in den kommenden Monaten folgen.
„Das neue Pflegestützpunktsystem schafft wohnortnahe Unterstützung und stärkt die Versorgungssicherheit für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen. Unsere Mitarbeiter:innen leisten dabei täglich einen unverzichtbaren Beitrag“, sagt Pflegedienstleiterin Karin Csencsits. „Die ersten beiden Monate haben gezeigt, dass das neue Pflegesystem funktioniert. Das Land Burgenland hat hier vorausschauende und innovative Maßnahmen gesetzt, um den österreichweit steigenden Herausforderungen im Pflegebereich entgegenzuwirken“, betont Thomas König.
Neben Pflege und Armutsbekämpfung engagiert sich die Volkshilfe auch mit Projekten wie den Sonnenmärkten, der Schatzgrube Großpetersdorf oder „Mamas Küche“ in Oberwart.