Fidas Volleys Jennersdorf: „Wir wollen noch professioneller auftreten“

Volleyball

Die Fidas Volleys Jennersdorf können auf eine erfolgreiche Saison in der 2. Bundesliga der Frauen zurückblicken. Künftig gilt es bei den Südburgenländerinnen, den Fokus noch mehr auf den eigenen Nachwuchs zu richten und parallel die Durchlässigkeit bis ganz nach oben zu leben.

Von Von Bernhard Fenz

Starke Saison! Die Fidas Volleys Jennersdorf, hier nach dem finalen 3:2-Erfolg im letzten Saisonspiel gegen Dornbirn, sicherten sich in der 2. Bundesliga vorzeitig den Klassenerhalt. Künftig sollen noch mehr eigene Spielerinnen eingebaut werden. Die Basis dafür soll durch einen breit ausgerichteten Nachwuchs gestärkt werden.

Starke Saison! Die Fidas Volleys Jennersdorf, hier nach dem finalen 3:2-Erfolg im letzten Saisonspiel gegen Dornbirn, sicherten sich in der 2. Bundesliga vorzeitig den Klassenerhalt. Künftig sollen noch mehr eigene Spielerinnen eingebaut werden. Die Basis dafür soll durch einen breit ausgerichteten Nachwuchs gestärkt werden.

© zVg/Fidas Volleys

Volleyball gehört speziell im Süden des Burgenlands auch weiterhin die Zukunft. Vom Bezirk Oberwart über Güssing bis hin nach Jennersdorf sind die jeweiligen Klubs auf einem guten Weg, die in dieser Region so populäre Sportart auch weiterhin auf einem hohen Niveau halten zu können. Mehr noch: Der Nachwuchs wird vermehrt forciert, weshalb auch der Nachschub an neuen Talenten mittelfristig auf Schiene scheint.

Das gilt auch für das südburgenländische Aushängeschild, wenn es bei den Großen zur Sache geht – die Frauenmannschaft der Fidas Volleys Jennersdorf. Nach dem sportlichen Schlusspunkt in der Meistergruppe der 2. Bundesliga am 5. April daheim gegen Dornbirn (am Ende wurde es ein 3:2-Erfolg im letzten Heimspiel der Saison) schloss das Team die Punktejagd in der besagten Gruppe – wo es nicht um den Klassenerhalt, sondern um den Titel ging – an der sechsten Position ab. „Das war ein sehr positives Ende. Wir sind zufrieden“, weiß auch Fidas-Obmann Manfred Forjan den Umstand zu schätzen, dass der Klassenerhalt bereits nach dem Grunddurchgang gesichert war.

Bekanntlich musste die Mannschaft im Vorjahr bis zum Schluss zittern, ehe der Abstieg doch noch (letztlich souverän) abgewehrt werden konnte. „Wir konnten viele unserer jungen Spielerinnen einsetzen und haben viele neue Aufschlüsse erhalten.“ Hier geht es schließlich bereits um die Zukunft und die neue Saison. Bevor pausiert wird, soll die Mannschaft noch ein Monat lang trainieren – mit den Schwerpunkten Technik und Kraft. Mit einfließen sollen auch schon die besagten Erkenntnisse der Meistergruppen-Phase. „Wir machen im Bereich Videoanalyse Fortschritte. Hier hat sich gezeigt, wo wir immer die gleichen Fehler machen, das werden wir aufarbeiten. Generell wollen wir noch professioneller auftreten. Das soll uns auf eine noch höhere Stufe bringen.“

Mit Coach Bodzer und nur wenigen Personal-News

Um sich weiterzuentwickeln, braucht es in Jennersdorf allerdings keine neuen Besen. Stattdessen wird auch weiterhin auf bewährtes Personal gesetzt. So wird Langzeit-Chefcoach Attila Bodzer auch in der neuen Saison der sportlich Verantwortliche des Einserteams sein. Im besagten Bundesliga-Kader wird künftig allerdings Eva Mayer fehlen, sie pausiert aufgrund ihrer Ausbildung in Wien für ein Jahr. Forjan: „Alle anderen wollen weiterspielen. Wir müssen aber trotzdem abwarten, wo die eine oder andere Maturantin nun studieren oder eine Ausbildung absolvieren wird. Davon ist es abhängig, ob wirklich alle bleiben.“

Marlies Deutsch wird Nachwuchsleiterin

Die einfache Rechnung: Geht es für die eine oder andere Volleyballerin künftig nach Wien, wird es trainingstechnisch schwer. Beim Standort Graz beispielsweise ließe sich das vereinen. „Da geht es aber nicht um viele Spielerinnen“, weiß Forjan, der als neue Dreh- und Angelscheibe für den Unterbau Ex-Spielerin Marlies Deutsch gewinnen konnte. Sie wird sich als neue Nachwuchsleiterin auf das Forcieren und die Koordination der Youngsters konzentrieren. Ein Umstand, den Forjan priorisiert sieht, denn: „Wir wollen hier auf Trainer-Ebene unterschiedliche Möglichkeiten anbieten, sodass für alle Niveau-Stufen im Nachwuchs sehr gute Ausbildungsmöglichkeiten entstehen.“

Im praktischen Konstrukt gilt es dabei, die bereits entstandene Durchlässigkeit weiter zu intensivieren. Idealerweise stoßen die jungen Talente aus dem Nachwuchs in die Zweiermannschaft, von dort aus soll es dann quasi im Schnupper-Verfahren Richtung Bundesliga-Kader gehen. „Wir wollen jetzt auch vier Junge in den Kader dazunehmen“, stellt Forjan in Aussicht. Von unten wiederum könnten Spielerinnen in den Kader der Zweiermannschaft stoßen. All das darf auch als Vorbereitung gesehen werden, sollte früher oder später die (Landes-)Idee eines Volleyball-Ausbildungszentrums in Jennersdorf realisiert werden. Dann könnten die bereits bestehenden Fidas-Strukturen dienlich werden.

Zukunftsmusik. Vorerst gilt es, sich als eigenständiger Verein so breit wie möglich aufzustellen. Das sieht auch der Obmann so, mit einem zuversichtlichen Gesicht: „Wir sind auf einem sehr guten Weg.“