Burgenland führend bei Dickdarmkrebsvorsorge

Vorreiter

Das Burgenland ist europaweit führend bei der flächendeckenden Dickdarmkrebsvorsorge.

Dickdarmkrebsvorsorge. Das kolorektale Karzinom zählt weltweit zu den häufigsten Krebserkrankungen.

Dickdarmkrebsvorsorge. Das kolorektale Karzinom zählt weltweit zu den häufigsten Krebserkrankungen.

© Gesundheit Burgenland/Messenbaeck, F. G. Messenbaeck

Die 2002 im Bezirk Oberpullendorf gestartete und bis 2010 auf das gesamte Land ausgerollte Initiative „Burgenland gegen Dickdarmkrebs“ animiert alle 40- bis 80-Jährigen offensiv zur kostenlosen Teilnahme am Früherkennungsprogramm.

Das nationale Screening-Komitee empfiehlt ein Darmkrebsscreening für Personen zwischen 45 und 75 Jahren entweder alle zwei Jahre mittels FIT (Stuhltest) oder via Vorsorgekoloskopie alle zehn Jahre.

Das bestehende burgenländische Vorsorgeprogramm geht noch über diese nationalen Empfehlungen hinaus – sowohl im Intervall als auch bei den Altersgrenzen nach oben und unten. Darmkrebs gehört zu den wenigen Krebsarten, deren Entstehung vermieden werden kann. Bei keiner anderen Krebsart bietet die Früherkennung derart große Chancen.

Über 2.000 Fälle frühzeitig erkannt

Durch das burgenländische Vorsorgeprogramm im Verantwortungsbereich von Gesundheitsreferent Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, das österreichweit einzigartig ist, konnten im Land bereits über 2.000 Dickdarmkrebsfälle frühzeitig erkannt und schwere Erkrankungen verhindert werden.

Mit der geplanten Implementierung einer neuen Abteilung für Gastroenterologie in der Klinik Oberwart setzt das Burgenland im Rahmen seiner Gesundheitsoffensive einen weiteren wichtigen Schritt, um noch präzisere Behandlungsmöglichkeiten bei Magen-Darm-Erkrankungen zu schaffen.