Kampf gegen Rebzikade: Burgenland unterstützt Gemeinden mit Gelbtafeln

Weinbau

Im Kampf gegen die gefährliche Quarantänekrankheit Flavescence dorée stellt das Land Burgenland den Gemeinden ab sofort kostenlose Gelbtafeln zur Verfügung. Diese Klebefallen sollen im Haus- und Kleingartenbereich eingesetzt werden, um die Übertragung durch die Amerikanische Rebzikade einzudämmen.

Von Von BVZ Redaktion

Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner mit Martin Tobler vom Pflanzenschutzdienst Burgenland.<?ZE?><?ZE?>

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© Landesmedienservice Burgenland

Das Land Burgenland startet ab sofort eine neue Hilfsmaßnahme im Kampf gegen die Goldgelbe Vergilbungskrankheit (Flavescence dorée), um die Ausbreitung der Amerikanischen Rebzikade in privaten Gärten einzudämmen. Dafür wurden in einem ersten Schritt 1.000 kostenlose Klebefallen angeschafft, die über die burgenländischen Gemeinden direkt an die Bevölkerung ausgegeben werden. Da die Rebzikade keine Grundstücksgrenzen kennt, ist die Einbindung von Haus- und Kleingärten neben den professionellen Weinbaubetrieben ein entscheidender Schritt, um die burgenländische Weinwirtschaft flächendeckend vor der Quarantänekrankheit zu schützen.

Gemeinsames Handeln gefordert

„Im Kampf gegen die Goldgelbe Vergilbungskrankheit braucht es gemeinsames Handeln – auch private Gärten sind Teil der Lösung“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin und Agrarlandesrätin Anja Haider-Wallner. „Die Rebzikade kennt keine Grundstücksgrenzen. Deshalb können wir sie nur erfolgreich eindämmen, wenn alle mithelfen – Weinbaubetriebe, Gemeinden, Behörden und auch Privatpersonen mit einzelnen Rebstöcken im Garten“, so Haider-Wallner weiter.

Kampf gegen Rebzikade: Burgenland unterstützt Gemeinden mit Gelbtafeln

© Landesmedienservice Burgenland

Unkomplizierte Verteilung über Gemeinden

Gerade kleine Bestände in Hausgärten können unbemerkt zu Herden für eine weitere Ausbreitung werden. Die Gemeinden können ihren Bedarf beim burgenländischen Pflanzenschutzdienst anmelden, von wo aus die Tafeln direkt versendet werden. Die ersten Lieferungen gehen bereits diese Woche an die Gemeinden, die diese in weiterer Folge an die Bürger weitergeben. Empfohlen wird, von Anfang Juli bis Ende Oktober pro Einzelstock oder Laufmeter Weinhecke eine Klebefalle anzubringen und diese in dem Zeitraum mindestens zweimal auszutauschen.

Ausblick und Vorsorge

„Wir setzen auf ein Bündel aus konsequenter Überwachung, gezielten Bekämpfungsmaßnahmen sowie umfassender Information und Prävention. Die kostenlosen Gelbtafeln sind ein wichtiger Baustein, um die Ausbreitung der Rebzikade auch in Privatgärten frühzeitig einzudämmen und unsere Weinwirtschaft nachhaltig zu schützen“, erklärt Haider-Wallner abschließend.