Sieben Richter fehlen im Burgenland. Bei einer Versammlung am Landesgericht Eisenstadt wurde auf die akute Überlastung hingewiesen.
LSZ Burgenland verzeichnete 164.000 Anrufe im ersten Halbjahr
Einsatzbilanz
Die Landessicherheitszentrale Burgenland zog Halbjahresbilanz und war besonders während der Hitzetage stark gefordert.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil bei einem früheren Besuch der Landessicherheitszentrale mit LSZ-Dienststellenleiter Markus Halwax, LSZ-Leitstellenleiter Mario Promintzer und LSZ-Technikleiter Nikolaus Tittler.
© zVg. Landesmedienservice Burgenland
Die Landessicherheitszentrale Burgenland (LSZ) verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 eine hohe Einsatz- und Alarmierungsbilanz. Von Jänner bis Juni gingen rund 164.000 Anrufe in der Leitstelle ein – das entspricht durchschnittlich etwa 900 Gesprächen pro Tag.
Besonders die extremen Temperaturen der vergangenen Tage stellten die Einsatzkräfte vor zusätzliche Herausforderungen. Seit dem vergangenen Wochenende wurden zahlreiche Kollaps-Einsätze sowie 25 Flurbrände gemeldet.
Landeshauptmann und Gesundheitsreferent Hans Peter Doskozil betonte: „„Die extremen Temperaturen der vergangenen Tage haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig ein reibungsloses Zusammenspiel aller Einsatzkräfte ist. Um auch unter diesen außergewöhnlichen Bedingungen jederzeit rasch helfen zu können, hat die Landessicherheitszentrale gemeinsam mit den Rettungsorganisationen vorausschauend das diensthabende Personal aufgestockt. Diese professionelle Koordination und die starke Infrastruktur gewährleisten, dass die Menschen im Burgenland jederzeit auf eine optimale Notfallversorgung vertrauen können.“
Die LSZ Burgenland bündelt sämtliche Notrufe über die Nummern 122, 144, 141, 130 sowie die Gesundheitsberatung 1450. Alle Anrufe laufen zentral in der Leitstelle zusammen und werden von speziell geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bearbeitet.
„Während des Gesprächs läuft bereits parallel die Einsatzabwicklung – etwa die Alarmierung von Rettungsdienst, Notarzthubschrauber oder Feuerwehr“, erklärte LSZ-Dienststellenleiter Markus Halwax. Diese direkte Koordination sei besonders bei Hitze- und Unwettereinsätzen entscheidend.
Neben den Notrufen verzeichnete die LSZ im ersten Halbjahr auch zahlreiche weitere Leistungen: rund 45.000 disponierte Krankentransporte, etwa 12.000 Beauskunftungen durch den Ärztenotdienst sowie rund 2.900 Gesundheitsberatungen über die Hotline 1450. Zudem wurden 12.000 First-Responder-Alarmierungen sowie rund 5.200 Feuerwehralarme abgewickelt.
Ein besonderes Projekt ist die „Digitale Überweisung“, die Anfang Februar gestartet wurde. Seitdem wurden bereits rund 160 digitale Überweisungen mittels QR-Code an die Kliniken Oberwart und Güssing übermittelt. Auch die Krisenintervention wurde rund 150-mal alarmiert.
„Die beeindruckenden Zahlen zeigen die Professionalität aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Einsatzorganisationen. Sie leisten tagtäglich einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit im Burgenland“, so Hans Peter Doskozil abschließend.