Rückzug von Balluch bei Prozess gegen Mensdorff-Pouilly. Zwischen Martin Balluch, dem Obmann des Vereins gegen Tierfabriken (VGT), und dem Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly ist es erneut zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung gekommen.

Von APA Red. Erstellt am 01. August 2017 (11:48)
NOEN, APA (Archiv)
VGT-Obmann Martin Balluch

Balluch wurde vorgeworfen, das Jagdgebiet des Lobbyisten betreten zu haben. Der Tierrechtler klagte dagegen, zog die Anklage nun aber zurück, teilte ein Sprecher des Bezirksgerichts Bruck an der Mur mit.

Der VGT-Obmann und Mensdorff-Pouilly waren einander bereits im Februar 2016 bei einem Zivilprozess wegen Besitzstörung am Bezirksgericht Güssing gegenüber gestanden. Die Verhandlung hatte damals mit einem Vergleich geendet. Balluch verpflichtete sich, unbefugtes Betreten der Eigenjagd von Mensdorff-Pouilly in Luising und Hagensdorf (beide Gemeinde Heiligenbrunn, Bezirk Güssing) zu unterlassen. Gegen diesen Vergleich soll der Tierschutzaktivist allerdings am 1. Oktober 2016 verstoßen haben.

Mensdorff-Pouilly habe darauf eine Exekutionsbewilligung beantragt, gegen die Balluch geklagt habe, hieß es vom Bezirksgericht. Nach einer vorbereitenden Tagsatzung im Juni sei ein Lokalaugenschein für vergangenen Freitag angesetzt gewesen. Der VGT-Obmann habe aber am Tag zuvor die Klage unter Anspruchsverzicht zurückgezogen, bestätigte das Gericht einen Bericht der Tageszeitung "Kurier" (Burgenland).

Laut dem Rechtsanwalt Gernot Gallor, der Mensdorff-Pouilly in Bruck vertrat, müsse Balluch nun 1.000 Euro im Rahmen des Exekutionsverfahrens sowie die Verfahrenskosten zahlen. Die Verhandlung hatte in Bruck an der Mur stattgefunden, da der VGT-Obmann in dem Bezirk einen Wohnsitz hat.