Land Burgenland will Behindertengesetz erarbeiten. Das Land Burgenland will ein Behindertengesetz erarbeiten. Die Wirtschaftsuniversität Wien wird dafür ein Forschungsprojekt durchführen, bei dem die Anzahl der Menschen mit Behinderung im Burgenland sowie deren Unterstützungsbedarf und Wünsche erhoben werden, berichtete Landesrat Christian Illedits (SPÖ) bei einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 10. Oktober 2019 (14:14)
Alexandra Gollubics-Prath
Studie in Arbeit. Soziallandesrat Christian Illedits und Christian Schober (v.l.) bei der Projekt-Präsentation.

Mit der Kick-Off-Veranstaltung am Donnerstag läute man einen Partizipationsprozess ein, der letztlich in der Formulierung eines Behindertengesetzes münden soll, sagte Illedits. Vertreter von Menschen mit Behinderung und Betroffene selbst sollen dabei mit ihren Wünschen und Vorstellungen eingebunden werden.

Bis Mitte nächsten Jahres soll außerdem die Studie des "Kompetenzzentrums für Nonprofit Organisationen und Social Entrepreneurship" der Wirtschaftsuniversität vorliegen. "Wir wissen nicht, wie viele Menschen mit Behinderung es derzeit gibt - nicht nur im Burgenland, sondern in ganz Österreich", betonte Christian Schober von der Wirtschaftsuniversität. Eine Statistik gebe es dazu nicht, deshalb wolle man den Istzustand im Burgenland erheben. Es gehe vor allem darum, "wie viele Leute wo mit welcher Art von Unterstützungsbedarf leben und arbeiten".

Zudem soll ermittelt werden, wie viele Menschen mit Behinderung es in fünf bis zehn Jahren geben werde und wie diese auf die verschiedenen Regionen im Burgenland verteilt sind. Die Studie kostet dem Land circa 180.000 Euro. In ihr enthalten sein werden auch Empfehlungen und Vorschläge, "wie man eine Lösung angehen könnte", sagte Schober.