Spuller wird Chef der Sicherheitszentrale

Christian Spuller, Leiter des Projektes "Sicherheitspartner", übernimmt jetzt die Landessicherheitszentrale.

Wolfgang Millendorfer
Wolfgang Millendorfer Aktualisiert am 09. Juni 2017 | 13:15
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Christian Spuller, Hans Niessl und Johann Tschürtz
Christian Spuller, Hans Niessl und Johann Tschürtz
Foto: Millendorfer

Nach Auslaufen des Vertrages von Ernst Böcskör als Leiter der Landessicherheitszentrale (LSZ) wurde der Posten nun neu besetzt.

Christian Spuller, Leiter des Projektes "Sicherheitspartner" und FPÖ-Vize im Bezirk Mattersburg, übernimmt die LSZ-Leitung. Damit wurde offiziell bestätigt, was als Gerücht schon länger im Land zu hören war (die BVZ berichtete). Spuller stellt sich derzeit im Rahmen einer Pressekonferenz mit Landeshauptmann Hans Niessl und Landesvize Hans Tschürtz in seiner neuen Funktion vor.

Spullers Vorgänger Ernst Böcskör hatte sich für den Posten nicht mehr beworben und die Stelle wurde im April dieses Jahres ausgeschrieben. Acht Bewerber hatten sich für den Posten neu beworben. „Spuller ist im Rahmen eines Hearings einer externen Beratungsfirma mit einem objektiven, transparenten Verfahren als Erstgereihter hervorgegangen. Ein Kriterium war Erfahrung in Unternehmensführung“, berichtete Landeshauptmann Hans Niessl im Rahmen einer  Pressekonferenz.

Hoher Stellenwert der Landessicherheitszentrale

Landeshauptmannstellvertreter Hans Tschürtz verwies auf den hohen Stellenwert der Landessicherheitszentrale. „Es soll eine Modernisierung, Aufwertung der Zentrale geben“, so Tschürtz. Der in Forchtenstein wohnhafte Spuller war unter anderem  bei der Telekom Austria Group sowie Raiffeisen International beschäftigt und kann mehrere Jahre Unternehmertätigkeit vorweisen.

Seit einem Jahr dort tätig

Das Tätigkeitsfeld ist für Spuller nicht komplett neu, seit einem Jahr war er bei der Landessicherheitszentrale als Projektleiter für das Projekt „Sicherheitspartner“ tätig und mit der Organisation des Digitalen Katastrophenschutzplanes beschäftigt. Was sich ändern soll mit dem neuen Chef? „Die Kommunikation mit den einzelnen Partnern wie den Einsatzorganisationen soll verbessert werden, mit dem Hauptreferat Sicherheit der Landesregierung wollen wir enger zusammenarbeiten. Und neue, kreative Ideen sollen die Abläufe optimieren“, so der 40-Jährige.

„FPÖ-Freunderlwirtschaft angekommen“

Spuller ist nur kurz im Amt und schon gibt es bereits Kritik von Seiten der Opposition. „Die FPÖ-Freunderlwirtschaft ist nun zu 100 Prozent  im Land angekommen. Die FPÖ hat längst alle ihre Grundsätze über Bord geworfen. Im Land fällt sie nur mehr durch Postenschacher auf“, so  Landesgeschäftsführer Christoph Wolf in Anspielung auf Spullers Amt als FPÖ-Bezirksparteiobmannstellvertreter.

„Objektives Bewerbungsverfahren“

Spuller verweist auf das „objektive Bewerbungsverfahren. Das Hearing hat eine völlig unabhängige Beratungsfirma durchgeführt, wo die Politik in keinster Weise involviert hat.“