Vamed steigerte Umsatz und Ergebnis 2016 deutlich. Der Wiener Gesundheitskonzern Vamed, der u.a. die St. Martins Therme im Seewinkel und die Therme Laa im Weinviertel betreibt, blickt auf ein Rekordjahr 2016 zurück.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 29. März 2017 (13:06)
zVg/Vogelauer/Mayr
Die St. Martins Theme im burgenländischen Seewinkel

Das Vorsteuerergebnis (EBT) erhöhte sich von 61 auf 67 Mio. Euro, das Betriebsergebnis (EBIT) von 64 auf 69 Mio. und der Umsatz von 1,118 auf 1,160 Mrd. Euro. Die EBIT Marge stieg von 5,7 auf 5,9 Prozent, beim Auftragsbestand gab es ein Plus von 1,650 auf 1,961 Mrd. Euro. Die Eigenkapitalquote stagnierte bei 31 Prozent.

Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich um 200 auf 17.400 Beschäftigte, davon rund 6.000 in Österreich. Zum Ausblick meinte Vorstandsvorsitzender Ernst Wastler, er erwarte auch heuer ein weiteres Wachstum. Eine Expansion nach Nordamerika oder Japan, wo das Unternehmen noch nicht tätig ist, sei nicht geplant. Als Herausforderung für die nahe Zukunft sieht er den Ärztemangel, nicht nur in Österreich. So arbeite Vamed in China am Standort Shanghai an der Aus- und Weiterbildung von Ärzten.

Zu den Highlights des Vorjahres zählten laut Wastler die Eröffnung des Silent Spa in Laa an der Thaya (NÖ), die Erweiterung der weltbekannten Charite Berlin und den Einstieg in den britischen Markt, wo sich Vamed mit 20 Prozent beim Londoner Klinik-Betreiber Circle Health eingekauft hat. "Mit mehr als 3,1 Millionen Eintritten in acht österreichischen Thermen- und Gesundheitsressorts und der größten Therme Budapests hat die Vamed Vitality World 2016 ihre klare Marktführerschaft bestätigt", so Wastler am Mittwoch bei der Bilanzpressekonferenz.

Als technischer Dienstleister betreut Vamed 600 Gesundheitseinrichtungen mit rund 143.000 Betten. In 52 Einrichtungen trägt der Konzern die Verantwortung für die gesamte Betriebsführung. Im Zuge dessen beschäftigt die Vamed AG mehr als 4.500 Ärzte, Pflegefachkräfte und Therapeuten, rechnete der Vorstandssprecher vor. Am Heimatmarkt Österreich war zuletzt der Umsatz rückläufig, er ging von 402,6 auf 368 Mio. Euro zurück. Deutlich zugelegt hat er hingegen in Asien, wo er von 155,9 auf 193,3 Mio. Euro stieg.