WK-Präsident Nemeth: „Hoffnung für Wiederauferstehung“. Die Entscheidung für die schrittweise Öffnung des Handels nach Ostern sieht WK-Präsident Peter Nemeth als „Hoffnungsschimmer“.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 06. April 2020 (14:56)
WK-Präsident Peter Nemeth
WK

Rund 4.000 Einzelhandelsgeschäfte sind im Burgenland geschlossen. Damit sei der Großteil der Branche von starken Umsatzrückgängen betroffen, die bis zum kompletten Umsatzausfall gehen, heißt es seitens der Wirtschaftskammer. In vielen umsatzstarken Branchen – etwa im Einzelhandel mit Bekleidung, Elektrogeräten, Möbeln sowie beim Bau- und Heimwerkerbedarf – seien im März und durch den Ausfall des Ostergeschäftes sämtliche Umsätze verloren gegangen; auch der Tourismus sei schwerstens betroffen.

„Die Entscheidung, nun nach Ostern Geschäfte schrittweise wieder zu öffnen, hilft den burgenländischen Unternehmern sehr“, erklärte nun Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth, nachdem seitens der Bundesregierung der Fahrplan für die weiteren Wochen bekannt gegeben worden war. Demnach dürfen – wenn die Ausbreitung des Coronavirus nicht wieder sprunghaft ansteigt - kleine Geschäfte bis 400 Quadratmeter Verkaufsfläche sowie Bau- und Gartenmärkte wieder öffnen. Weitere Geschäfte und Dienstleister wie Friseure sollen mit 1. Mai folgen. Für die Gastronomie und Hotellerie könnte es gemäß Ankündigung der Bundesregierung frühestens Mitte Mai soweit sein. Vorgabe ist dabei stets die Einhaltung strenger Sicherheitsvorgaben.

„Rasche Hilfe“

WK-Präsident Nemeth meint: „Es ist ein Hoffnungsschimmer, wenngleich die Verluste nicht mehr wettgemacht werden können.“ Umso wichtiger seien die verschiedenen Hilfs- und Unterstützungspakete: „Die Vielzahl an Instrumenten soll allen Betroffenen helfen. So rasch wie möglich, so unbürokratisch wie möglich und vor allem auch angepasst an den jeweiligen Bedarf in der aktuellen Krisensituation. Die Betriebe tragen die Maßnahmen der Bundesregierung im Kampf gegen das Coronavirus mit. Jetzt geht es darum, die nächsten Schritte zu setzen: unser Gesundheitssystem muss zum Schutz der Menschen behandlungsfähig bleiben. Und unsere Wirtschaft muss Schritt für Schritt wieder voll handlungsfähig werden.“