Kreativ in der Coronakrise: Lichtblicke statt Panik. Die Corona-Maßnahmen sorgen bei einigen Unternehmen für kreative Ansätze.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 27. März 2020 (05:47)
Masken. Petra Schumich schneidert seit kurzem Gesichtsmasken.
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Kleine Selbstständige treffen die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie meist sehr hart. Viele müssen ums Überleben kämpfen, andere helfen sich mit kreativen Ideen.

Eine solche beschert der Osliper Schneiderin Petra Schumich derzeit volle Auftragsbücher: Statt Änderungsarbeiten näht sie derzeit für eine Müllendorfer Firma 120 Gesichtsmasken. Die Filterhalter — es sind keine Atemschutzmasken für die Träger, sondern schützen nur vor einer Übertragung auf andere — werden in Eigenproduktion hergestellt.

Schumich: Arbeit rund um die Uhr statt Arbeitslosigkeit

Nach dem unerwarteten Auftrag läutete regelmäßig das Telefon. „Eigentlich habe ich gedacht, dass ich jetzt die offenen Aufträge abarbeiten kann. Aber weit gefehlt“, scherzt die derzeit sehr beschäftigte Schneiderin. „Ich arbeite fast rund um die Uhr.“

Die Befürchtung, dass sie während der Maßnahmen quasi arbeitslos werden könnte, wenn diese noch länger als ein paar Wochen aufrecht bleiben, bestätigte sich keineswegs.

Probleme gab es dabei bei der Beschaffung der Stoffe: Da alle Geschäfte geschlossen haben, war es nicht leicht Stoffe, die man mit 60 Grad waschen kann zu finden.

Beweglich. Andrea Trapichler lehrt in Online-Kursen Zumba.
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Damit man während der Ausgangssperren nicht einrostet und um ein bisschen Bewegung in den Corona-Alltag zu bringen, setzt die Hornsteinerin Andrea Trapichler auf Online-Kurse für Zumba, Yoga, HIIT und Dancehall.

Auch wenn die Maßnahmen fast alle Selbstständigen hart treffen würden, ist die diplomierte Personal Trainerin für die Zukunft zuversichtlich.

Neben der körperlichen Fitness ist auch die Pflege der geistigen Gesundheit in Krisenzeiten besonders wichtig.

Entschleuningung. Iris Enz setzt in der Krise auf Internet-Yoga.
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Iris Enz hält ihre Yoga-Kurse ebenfalls digital statt physisch ab: „Die Yogaklassen laufen wie eine normale Offline-Klasse ab. Der Zeitrahmen ist meist 1 1/2 Stunden, wir tratschen anfangs, meditieren und yogieren dann gemeinsam“, erklärt Enz.

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