Nur zwei Gemeinden verzichten auf Glyphosat. Laut einer Studie gibt es im Bezirk Eisenstadt nur zwei Gemeinden, die auf das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat verzichten.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 20. Juli 2017 (04:22)
Rimma Rii/Shutterstock, Quelle: Glyphosat-Atlas/Greenpeace, Grafik Bischof

Laut einer Studie von Greenpeace verzichten in Österreich 311 Gemeinden auf das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat. Im Bezirk Eisenstadt sind es laut Greenpeace zwei von 25 Gemeinden. Die erste Gemeinde, die darauf verzichtet hat, war Eisenstadt, vor zwei Jahren wurde auch Breitenbrunn glyphosatfrei.

„Im letzten Jahr wurden die Randsteinkanten noch händisch von Bewuchs freigehalten. Heuer wurde die Kehrmaschine mit Drahtbürsten adaptiert“, erklärt Bürgermeister Helmut Hareter (SPÖ). „Eisenstadt ist eine von derzeit 311 Gemeinden, die in der Pflege der Grünanlagen das umstrittene Herbizid nicht mehr verwendet. Wir wollen hier mit gutem Beispiel vorangehen“, so Umweltgemeinderätin Andrea Zänglein (ÖVP).

Die meisten Gemeinden im Bezirk machten in der Erhebung durch Greenpeace keine Angaben, wie etwa Donnerskirchen, das seit zweieinhalb Jahren glyphosatfrei ist. „Auch wenn es ein Mehraufwand für die Mitarbeiter ist, wollen wir giftfrei sein“, so Bürgermeister Johannes Mezgolits (ÖVP). Auch hier kommt ein Traktor mit Drahtbürsten zum Einsatz.

Leithaprodersdorf setzt noch zweimal im Jahr Glyphosat ein: „Wir haben noch keine geeignete Alternative gefunden, aber sobald es eine gibt, wären wir zur Umstellung bereit“, so Bürgermeister Martin Radatz (ÖVP).