Eltern-Ärger: „Verkehrspolitik am Rücken der Kinder“. Eine Gruppe von Eltern tat sich zur „Initiative Eltern für bessere Öffis“ zusammen, damit ihre Kinder rascher von Eisenstadt in Richtung Neusiedl nach Hause kommen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 24. September 2017 (06:15)
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Alltäglich. Viele Schüler wollen in die Busse und so kommt es immer wieder zu Engpässen.
Symbolfoto: Werner Müllner

Es reicht einigen Familien im Nordburgenland. Seit einer Fahrplanumstellung im Dezember 2016 kommen laut Angaben der Familien deren Kinder nach der sechsten Schulstunde von Eisenstadt nicht mehr zügig nach Hause.

„Verkehrspolitik auf dem Rücken der Kinder auszutragen, das geht gar nicht!“, beschweren sich Hans Jürgen und Michi Gökler, Eltern aus Parndorf. Gabriele und Gerald Ernst aus Jois setzen nach: „Die Sicherheit unserer Kinder muss gewährleistet sein und die Verantwortlichen müssen in ihre Pflicht genommen werden.“

„Fordern Wiedereinführung des Direktzuges“

Die ÖBB haben im Dezember 2016 bei der Fahrplanumstellung die Zugverbindung von Eisenstadt in Richtung Wien um 13:54 ersatzlos gestrichen. Für viele Schüler fehlt nun eine Verbindung. Die nächste Möglichkeit, nach Hause zu kommen, ist der Zug um 14:29 Uhr.

ÖBB und VOR bieten als Ersatz Busse, von denen einer nur bis Purbach geführt wird, der zweite nach Neusiedl. Diese Busse werden laut Eltern mit zu geringer Kapazität geführt, daher kommt es regelmäßig zu einem Gerangel am Domplatz, weil nicht alle Kinder in den Bus hineinpassen.

Dorien Popovich: „Wir fordern nachdrücklich die Wiedereinführung des Direktzuges von Eisenstadt nach Parndorf, der die Kinder nach der sechsten Unterrichtsstunde sicher nach Hause bringt.“

Seitens der ÖBB heißt es dazu: „Mit Verwunderung nehmen wir die Kritik für die Umstellung entgegen, welche bereits im letzten Jahr erfolgte. Der Grund war, dass die burgenländischen Pendler mit dem Halb-Stundentakt von Wien nach Neusiedl und Eisenstadt unzufrieden waren. Dieser endete bis dahin bereits um 17.14 Uhr (Abfahrtszeit Wien) und entsprach nicht mehr den Anforderungen an den Berufsverkehr.“

Vonseiten der VOR erklärt man, dass man wisse, dass der Bus an der Kapazitätsgrenze sei. In zwei Wochen will man entscheiden, ob es gelingt, die Schüler besser auf die anderen Busse aufzuteilen, oder einen weiteren zu installieren.