Das zweite Programm der „Grenzgänger“ begeisterte bei der Premiere im Wimpassinger Gasthof Schmalzl mit Wortwitz und klassischen Wienerliedern am vergangenen Wochenende.
St. Margarethen: 27.000 Besucher sahen die Passionsspiele 2026
Erfolgsbilanz
Am Sonntag ging die letzte Passionsspiel-Vorstellung von „Mirjam - Stark wie der Tod ist die Liebe“ im Römersteinbruch St. Margarethen über die Bühne. Die Zuschauerzahl konnte im Vergleich zur vorherigen Passionsspielsaison um rund 40 Prozent erhöht werden.
Rund 27.000 Zuschauer kamen zu den Passionsspielen 2026
© Nina Mayer
Rund 27.000 Besucherinnen und Besucher sahen in der Jubiläumssaison anlässlich 100 Jahre Passionsspiele St. Margarethen 17 Aufführungen auf der Ruffini-Bühne im Römersteinbruch. Das Team der Veranstaltungsleitung ist von der Erfolgsbilanz überwältigt. Waren es doch 2022 mit 19.000 Besucherinnen und Besucher deutlich weniger Gäste.
Mit dem Textbuch von Spielleiter und Pfarrer von St. Margarethen Richard Geier, inszeniert von Regisseur Manfred Waba und mit der neu komponierten Musik von Komponist Albin Rudisch, wurde unter dem Titel „Mirjam - Stark wie der Tod ist die Liebe“ erstmalig die Passionsgeschichte aus der Frauenperspektive erzählt. Mit dem Perspektivenwechsel setzten die Passionsspiele St. Margarethen auch ein großes Zeichen für mehr Sichtbarkeit der Frau in der katholischen Kirche.
Zum Feiern gab es aber nicht nur den erfreulichen Besucheranstieg, sondern auch Diözesanbioschof Ägidius J. Zsifkovics ehrte die Passionsspiele. Bei der Abschlussfeier überreichte Zsifkovics den Passionsspiele St. Margarethen den St. Martins-Orden in Gold. Es handelt sich dabei um eine der höchsten Auszeichnung der Diözese Eisenstadt.
Für die Regie und das Bühnenbild war der Podersdorfer Manfred Waba verantwortlich. Mit seiner langjährigen Erfahrung der Gestaltung großer Bühnenbilder bei den Opernfestspielen und seinem kreativen Know-how verwandelte er die Ruffini-Bühne in das alte Jerusalem. Zahlreiche Kostüme, wie etwa die der Apostel, Mirjam, Maria und Römer wurden aus der Mailänder Kostümwerkstätte Casa d’Arte Fiore (Italien) ausgeborgt.
Für Richard Geier, Spielleiter und Pfarrer von St. Margarethen, waren es die letzten Passionsspiele. Er verlässt mit 31. August die Pfarre und wechselt in die Pfarre Pinkafeld. Sein Nachfolger wird Pfarrer Julian Heissenberger, der seinen Dienst mit 1. September antritt. Die nächsten Passionsspiele im Römersteinbruch St. Margarethen finden 2031 statt.