Grüne wollen Beeren in der Eisenstädter Fuzo. Grüne wollen statt Blühplanzen Beeren und Kräuter in der Stadt pflanzen und Hochbeete in Wohnhausanlagen anregen.

Von Nina Sorger. Erstellt am 14. Mai 2017 (05:37)
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Pflanzung. Yasmin Dragschitz und Anja Haider-Wallner.
BVZ, Sorger

Im Rahmen ihres Bio-Pflanzenmarktes pflanzten die Grün-Gemeinderätinnen Yasmin Dragschitz und Anja Haider-Wallner symbolisch eine Erdbeere in der Fußgängerzone.

Der Hintergrund: „Eisenstadt ist bekannt für den exzellenten Blumenschmuck. Unsere Vision ist, dass im öffentlichen Raum auch essbare Pflanzen für den leiblichen Genuss verfügbar sind: Hänge-Erdbeeren in Blumenampeln Heidelbeersträucher als Nascherei im Vorübergehen“, so Dragschitz.

„Dadurch soll das Gemeindebudget nicht belastet werden“

Haider-Wallner präzisiert: „Im Sinne einer ,essbaren Stadt‘ sollte man Obstbäume bei der Neubepflanzung bevorzugen, Beerenpflanzen bei den Spielplätzen aussetzen sowie Duft- und Heilkräuter.“

Ein weiterer Ansatzpunkt: „,Urban Gardening‘: Die Stadt könnte gemeinsam mit den Genossenschaften Hochbeete in den Wohnhausanlagen errichten, um die sich die Bewohner gemeinsam kümmern, Workshops zur Pflege und Bepflanzung der Beete, einen jährlichen Bio-Pflanzenmarkt im Bauhof und eine Rubrik mit Tipps rund um Natur und Garten im Amtsblatt.“

Dragschitz könnte sich vorstellen, „so die Wege in der Stadt zu attraktivieren“. Wichtig ist beiden: „Dadurch soll das Gemeindebudget nicht belastet werden. Statt Blühpflanzen werden eben essbare Pflanzen vorgezogen. Alles, was es braucht, ist der politische Wille und das Know-how für ein durchgängiges Konzept“, so Dragschitz, die sich durchaus vorstellen könnte, „dass sich im nächsten Frühjahr schon die ersten essbaren Pflanzen in der Stadt finden.“