Krankenhaus Eisenstadt: Ein Kommen und Gehen. Heuer verlassen zwei Primare Eisenstädter Spital. Position des 2016 abgegangenen Radiologie-Chefs wird nachbesetzt.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 31. März 2017 (06:27)
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Unfallchirurgie. Primar Dr. Harald Boszotta geht im August.
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Dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder kehren, nachdem sich erst 2016 der Chef der Radiologie, Dr. Roland Dorffner, verabschiedet hatte, heuer gleich zwei Primarärzte den Rücken: Dr. Günter Sinz, Primar der Orthopädie, geht mit Ende Juni. Dr. Harald Boszotta, Primar der Unfallchirurgie und eigentlich als alleiniger Leiter von Orthopädie und Unfallchirurgie vorgesehen, verlässt die Krankenanstalt im August.

Sinz: „Werde nur noch privat operieren“

„Es tut uns fachlich und menschlich weh, die beiden zu verlieren, da sie die beiden Abteilungen qualitativ geprägt und das derzeitige Niveau mitbegründet haben“, so Krankenhausleiter Robert Maurer.

Orthopädie.Primar Dr.Günter Sinz geht Ende Juni 2017.
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Die Gründe für die Abgänge erklärt Maurer so: „Primar Sinz will sich künftig seiner Ordination widmen. Primar Boszotta hat sich vermutlich nicht in der Rolle als alleiniger Leiter der beiden Abteilungen gesehen. Primar Dorffner hat uns einvernehmlich verlassen.“

Gegenüber der BVZ bestätigt Günter Sinz: „Ja, ich habe meine Ordination und werde nur noch privat operieren.“ Zu den Gründen für seine Entscheidung möchte sich Sinz „aufgrund des noch aufrechten Dienstverhältnisses“ nicht äußern. Harald Boszotta war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Ärzte für leitende Positionen Mangelware

Radiologie.Primar Dr. Roland Dorffner ging 2016, die Stelle soll demnächst nachbesetzt werden.
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Laut Maurer ist man nun „am Sondieren“ nach einem Abteilungsvorstand für die Orthopädie und Unfallchirurgie, die zu einer gemeinsamen Abteilung für Traumatologie zusammengeführt werden sollen.

„Der Prozess für eine geordnete Übergabe läuft. Es wird immer schwieriger, Ärzte für leitende Positionen zu finden, da das immer mehr ins Organisatorische reingeht und man vor allem seit dem neuen Arbeitszeitgesetz eben viel mehr mit Bürokratie und Dienstplänen beschäftigt ist als früher“, so der Krankenhausleiter.

Er kündigte allerdings an, dass für den nach dem Abgang von Roland Dorffner im Vorjahr vakanten Posten des Leiters der Radiologie „bereits eine Lösung auf dem Weg“ sei.