Schmetterlingswiesen für Eisenstadt. Im Rahmen der Aktion „Eisenstadt tut mir gut“ werden an etlichen Plätzen in Eisenstadt Schmetterlingswiesen angelegt.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 29. März 2017 (03:49)
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Gemeinsam mit den Kindern der Kindergärten und den städtischen Gärtnerinnen und Gärtnern sollen neue Lebensräume für Schmetterlinge geschaffen werden. Außerdem bekommt jeder Eisenstädter Haushalt Samen für eine Blumenwiese zugesandt.

„Wir möchten auf dieses sensible Thema aufmerksam machen“Bürgermeister Thomas Steiner

Die Vielfalt der Schmetterlinge ist ein wichtiger Indikator für das sensible Gleichgewicht unserer Natur. Fühlen sich die Schmetterlinge wohl, ist das Umfeld auch für uns lebenswert. Das Burgenland bietet abwechslungsreiche Landschaften in denen sich Schmetterlinge besonders wohl fühlen. Jedoch stellen Schmetterlinge besondere Ansprüche an ihren Lebensraum und reagieren stark auf Veränderungen.

Der Lebensraum für heimische Schmetterlinge wird eng, schwindende Schmetterlingsarten weisen darauf hin, dass sich unsere Natur verändert. Der Verlust unserer natürlichen Vielfalt gefährdet die Tagfalter. Aktuell sind die Hälfte aller Tag- und Nachtfalter gefährdet. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Monokulturen, Trockenlegungen und Pestizide in der Landwirtschaft vernichten ihre Nahrungspflanzen.

„Wir möchten auf dieses sensible Thema aufmerksam machen und gemeinsam mit den Kindern Eisenstadts neue Lebensräume für Schmetterlinge schaffen. Die Kinder der Eisenstädter Kindergärten legen mit Eisenstadts Gärtnern an mehreren geeigneten Plätzen in Eisenstadt Schmetterlingswiesen an und werden im Kindergarten vorab auf dieses Projekt in spielerischer Weise vorbereitet“, erläutert Bürgermeister Thomas Steiner das Projekt.

Motto: Blumensamen für alle

„Aus diesem Grund erhält die Bevölkerung Eisenstadts Blumensamen mit der kommenden Ausgabe des Amtsblattes zugeschickt. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und setzen Sie ein Zeichen für die Schmetterlinge. Sei es in Ihrem Garten oder in Blumenkästen“, so Bürgermeister Steiner.

Die Gesamtfläche der Schmetterlingswiesen der Kindergärten beträgt 4355 Quadratmeter an elf verschiedenen Standorten. Werden alle 7000 versandten Sackerl Blumensamen auch wirklich ausgesät, dann entstehen noch einmal rund 14.000 Quadratmeter Blumenwiesen.

Es wird besonders darauf geachtet keine Blumen und Gräser zu verwenden die Allergien auslösen könnten, ein weiteres Augenmerk wurde auf die Biodiversität gesetzt, um den Schmetterlingen möglichst vielfältigen Gestaltungs- und Lebensraum bieten zu können.