Warten auf Freigabe von Freizeitparks. In Österreichs größtem Freizeitpark wartet man noch auf offizielle Informationen.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 15. Mai 2020 (12:42)
Warten. Bis zur Freigabe durch die Regierung bleiben die Tore des Familyparks in St. Margarethen noch geschlossen.
Peter Wagentristl

Beim Familypark bleiben die Tore weiterhin geschlossen: „Wir haben noch überhaupt nichts Schriftliches bekommen, keine Vorgaben oder Verordnungen“, erklärt Marketing-Leiterin Lisa Wagner-Körmendi. Bisher ist nur die mündliche Eklärung einer Pressekonferenz der Regierung bekannt, in der Lockerungen ab 29. Mai angekündigt werden. „Wir hoffen, dass das Datum hält“, so Wagner-Körmendi.

Die Vorbereitungen auf die kommende Saison laufen jedenfalls bereits auf Hochtouren. Der neue Souvenir-Shop wird gerade fertiggestellt, beim Wasserspielbereich kam es dagegen auf Grund der Corona-Maßnahmen zu Verzögerungen: Das deutsche Unternehmen, das mit den Arbeiten beauftragt wurde, durfte bis vor kurzem nicht einreisen. „Es fehlt nur noch Endfertigung und Montage“, dann sind die Arbeiten abgeschlossen. Für Jahresende waren eigentlich weitere Investitionen in den größten Freizeitpark Österreichs geplant. Diese werden allerdings nun neu evaluiert, diesbezüglich gebe es noch Diskussionen bei der französischen Unternehmensführung, ob die Arbeiten nicht um einige Jahre verschoben werden müssen — ebenfalls auf Grund von Corona.

Die Nachfrage sei zwar unverändert hoch, dennoch ist ein Minus in der Bilanz heuer unausweichlich: „Wir sind um zwei Monate umgefallen, in denen wir nun keine Einnahmen, aber Ausgaben hatten“, so Wagner-Körmendi. Seriöse Schätzungen wären beim derzeitigen Stand aber noch nicht möglich. Jedoch seien wichtige Feiertage wie Ostern und Muttertag bereits ausgefallen. Auch Gruppen, auf die immerhin über 40.000 Tickets pro Saison entfallen, wird es heuer wohl keine mehr geben: „Schulen, Firmenfeiern und ähnliches fallen gänzlich weg“, ärgert sich die Marketing-Leiterin. Die Mitarbeiter des wichtigen Frequenzbringers für Tourismus und Gastronomie in der Region wurden auf Kurzarbeit geschickt und werden nun schrittweise aufgestockt. Den Saisonarbeitern musste man dagegen absagen. Nun wurde aber allen ein neues Angebot gemacht, da die Suche nach Mitarbeitern nun wieder losgeht.

Tickets wird man jedenfalls künftig nur online kaufen können, da die Besucherzahlen beschränkt werden. Auch für Saisonkartenbesitzer ist eine Voranmeldung notwendig.