Esterházy-Projekt: Gemeinderat gegen weiteren See

Gemeinderat spricht sich gegen „See Neu“ aus. Begründung: Zu viel Verkehr, zu viele Kosten und gegen neuen Ortsteil.

Doris Fischer
Doris Fischer Erstellt am 28. April 2017 | 05:21
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Der Gemeinderat von Trausdorf hat sich mehrheitlich gegen das geplante Esterházy-Seeprojekt ausgesprochen. Demnach war geplant, dass hinter dem Weingut 257 neue Parzellen entstehen würden. Zusätzlich wären zwei Badeseen und ein Filterteich mit einer Größe von rund 16 Hektar geplant gewesen, mit 119 Parkplätzen hinter dem Sportplatz sowie 100 Badekabinen.

„Wir haben ein gutes Einvernehmen und eine gute Gesprächsbasis mit der Esterházy Betriebe GmbH. Aber dem Projekt konnten wir nicht zustimmen“, stellt Bürgermeister Viktor Hergovich (SPÖ) fest. Und begründet dies: „Ein neuer Ortsteil wäre mit der Errichtung entstanden. Die Feriensiedlungen I, II und Neu wären somit größer als der Ort selbst.“

Esterházy nimmt Beschluss zur Kenntnis

Aber auch der daraus resultierende Verkehr wäre für die Ortschaft eine zu große Belastung gewesen. Und noch etwas: Die Gemeindevertreter sind sich sicher, dass nicht die Trausdorfer Zielgruppe des Projektes und des öffentlich zugänglichen Badesees gewesen wären. „Zusätzlich wären der Gemeinde Kosten für Bademeister und Hilfspersonal entstanden“, ist sich Hergovich sicher.

Zusammengefasst heißt dies: „Bei der Umsetzung des Projektes hätte es neben einer unerwünschten dörflichen Entwicklung auch unabsehbare finanzielle Risiken für die Gemeinde ergeben.“

Vonseiten Esterházy heißt es zu dem Gemeinderatsbeschluss: „Wir nehmen die derzeitigen Bedenken der Gemeinde zum Projekt „Trausdorfer See Neu“ zur Kenntnis. Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass die Planung von Ferienliegenschaften ein langfristiger Prozess ist, in der alle Vorschläge berücksichtigt werden müssen. Dennoch sind wir weiterhin der Überzeugung, dass die Realisierung eines derartigen Projektes für Trausdorf viele Chancen bringt.“