Eisenstadt: Polizei am Schulball. Ein von der Behörde vorgeschriebener Polizist beobachtete das Ballgeschehen des Theresianums und beim Kurzwieseball nicht.

Von Doris Fischer. Erstellt am 01. März 2017 (06:30)
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Keine Vorfälle. Als eine reine Sicherheitsmaßnahme bezeichnet der Sprecher der Landespolizeidirektion die Abstellung eines Polizisten am Ball. Die Laune ließen sich die Ballbesucher nicht verderben. Symbolfoto: Siffert
Symbolfoto: Siffert

Was unterscheidet den Theresianumball vom Ball des Gymnasiums Kurzwiese? Am Ball des Theresianums war ein Polizist in Uniform vor Ort und beim anderen nicht, obwohl beide im Kulturzentrum stattfanden.

Trotz Sicherheitsdienst vorgeschrieben

„Grundsätzlich entscheidet die Behörde, die Sicherheits- und Verwaltungspolizeiliche Abteilung, ob eine Überwachung gefordert wird oder nicht“, stellt Landespolizei-Sprecher Wolfgang Bachkönig fest und ergänzt: „Wir haben uns ein Bild über das Gefahrenpotenzial gemacht.“

Nachdem es zu keinen Zwischenfällen am Theresianumball im Jänner gekommen ist, konnte auf eine Überwachung beim Kurzwieseball und auf weiteren Bällen verzichtet werden. Nur mit dem einen Unterschied: Die polizeiliche Anwesenheit kostet das Theresianum mehr als 200 Euro.

„Es war das erste Mal, dass Polizei am Ball war. Uns wurde vonseiten der Landespolizeidirektion mitgeteilt, dass bei Veranstaltungen mit über 1.000 Personen dies vorgeschrieben sei, obwohl wir einen Sicherheitsdienst haben“, berichtet Theresianum-Direktorin Edith Straussberger, die die Vorschrift als gegeben hingenommen hat. „An uns ist niemand herangetreten“, stellt Kurzwiese-Direktorin Karin Rojacz-Pichler fest. Auf beiden Bällen ist es zu keinen Vorkommnissen gekommen.