Grenzüberschreitender Kampf gegen Ragweed. Jetzt wird dem „Allergie-Gras“ der Kampf angesagt. Reduktion der Verbreitung im Burgenland wirkt sich auch positiv auf angrenzende Bundesländer aus.

Von Carina Fenz. Erstellt am 23. August 2017 (05:37)
BVZ
Projekt präsentiert. Landesrätin Verena Dunst und Landwirtschaftkammer-Präsident Franz Stefan Hautzinger mit der Delegation aus Ungarn.

„Ragweed“ breitet sich in Österreich besonders rasch aus und verursacht starke allergische Reaktionen des menschlichen Immunsystems mit hohen Folgekosten für das Gesundheitssystem – zahlreiche leidende Betroffene inklusive.

„Regionstypische biologische Grundlagen werden analysiert“

Durch die stärkere Verbreitung im Burgenland steigt auch die Pollenkonzentration deutlich an. Da Maßnahmen auf rein regionaler Ebene nicht ausreichend sind, ist ein grenzüberschreitender Ansatz erforderlich, um das immer größer werdenden Problem zu lösen: Durch die Klimaerwärmung steigt sowohl die Zahl der Betroffenen als auch die Schwere der Symptome stark an.

Genau hier setzt ein gemeinsames Projekt des Landes mit Ungarn an. „Im Projekt werden die Ausbreitungsquellen aufgedeckt und die regionstypischen biologischen Grundlagen analysiert“, erklärt Landesrätin Verena Dunst.

In den vergangenen zwei Monaten wurden auf 76 Flächen, verteilt von Kittsee bis Kalch, Proben entnommen. Im Sommer 2018 sollen weitere 24 Flächen beprobt werden. In den nächsten Monaten werden die Erhebungen von der landwirtschaftlichen Universität in Mosonmagyarovar ausgewertet.

In weiterer Folge soll in Abstimmung zwischen Land, Gemeinden, Straßenverwaltung und Landwirtschaft ein Melde- und Bekämpfungssystem entwickelt werden, das eine angepasste und effiziente Zurückdrängung von Ragweed zum Ziel hat.

„All die Maßnahmen sind nicht nur für unsere Landwirtschaft von großer Wichtigkeit, sondern werden auch Allergiker im Burgenland aufatmen lassen“, so Dunst.