Breitband für 13 Orte

Das Südburgenland hinkt in Sachen Breitbandinternet noch immer hinter dem Norden nach. Deshalb gehen rund drei Viertel aller Förderungen auch in den Landessüden.

Michael Pekovics
Michael Pekovics Erstellt am 22. Februar 2017 | 04:44
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Foto: NOEN, Pixabay

In der Vorwoche wurde für 17 burgenländische Gemeinden, 13 davon im Südburgenland, der Breitband-Fahrplan für die kommenden drei Jahre fixiert.

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Dieser Ausbau ist Teil der sogenannten „Breitband-Milliarde“, rund 4,7 Millionen Euro werden dabei an Fördermittel ausgeschüttet. Mit den bisher rund 15 Millionen Euro wurden bereits 14.000 Haushalte mit schnellem Internet versorgt, durch die zusätzlichen 4,7 Millionen Euro sollen 9.500 weitere Haushalte mit schnellem Internet ausgestattet werden.

Internet ist für Viele einfach Grundbedürfnis

Zeitgleich läuft eine Förderaktion der Europäischen Union über das ELER-Programm, rund 1,2 Millionen Euro sind dabei für das Burgenland vorgesehen. „Die Ausschreibung für diese Förderung läuft noch bis Ende März. Wir gehen davon aus, dass damit der Ausbau in zehn weiteren Gemeinden möglich sein wird“, erklärte Landtagspräsident Christian Illedits im Rahmen einer Pressekonferenz mit Landtagsabgeordneten und Olbendorfs Bürgermeister Wolfgang Sodl und „Südburgenlandmanager“ Werner Unger.

Letzterer betonte die Bedeutung von schnellem Internet für die Wirtschaft: „Breitband ist für viele Betriebe Voraussetzungen, das macht meine Arbeit als Betriebsansiedler natürlich einfacher.“ Das bestätigt Sodl: „Ich hatte zuletzt in meiner Gemeinde Zuzug. Voraussetzung war aber, dass schnelles Internet zur Verfügung steht.“

ÖVP-Forderung: „Umsetzen statt ankündigen“

Kritik kommt von der ÖVP, Landtagsabgeordneter Walter Temmel fordert „umsetzen statt ankündigen“: „Die öffentliche Hand muss gezielt eingreifen, um ländliche Regionen zu stärken, da dort private Telekommunikationsanbieter untätig bleiben.“

Güssing Bürgermeister Vinzenz Knor (SPÖ) ist erfreut, dass einige Ortsteile von Güssing in der nächsten Ausbaustufe schnelles Internet bekommen. „In der Stadt selbst passt die Bandbreite, aber die Ortsteile waren zum Teil extrem unterversorgt. Schließlich gibt es ja auch dort einige Betriebe, die auf das Internet angewiesen sind.“