Maturanten bereiten sich auf Abschluss in Schulen vor

Erstellt am 07. Mai 2020 | 05:59
Lesezeit: 3 Min
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In den Klassenräumen sind die Tische im Abstand von einem Meter aufgestellt. An jedem Tisch sitzt nur ein Schüler.
Foto: BVZ
Die Maturanten sind in Güssing zurück in ihren Schulen, doch an den neuen Alltag müssen sich alle noch gewöhnen.
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Vertraut und doch ganz neu präsentiert sich der Schulalltag der Maturanten, die seit Montag dieser Woche das Privileg hatten, an das BORG zurückzukehren. Im Eingangsbereich, in dem sich sonst zahlreiche Jugendliche treffen, steht ein Tisch mit Desinfektionsmittel. Jeder, der die Räume betritt, muss es benutzen, auch die Abstandsregeln werden genauestens befolgt.

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Die Schüler desinfizieren beim Eingang ihre Hände, bevor sie die Klassenzimmer betreten.
Foto: BVZ

Es ist für alle ein Prozess des Umdenkens und der Neuorientierung. „Von Unterricht, wie man ihn kannte, kann aber nicht die Rede sein. Nach etwa sechs Wochen ‚Distance Learning‘ und ‚Online Learning‘ kehren die Abschlussklassen in ihre Klassenzimmer zurück und müssen sich erst an die neuen Umgangsformen gewöhnen“, erklärt Direktor Robert Antoni. Für den Schulbetrieb gibt es detaillierte Hygienevorgaben, eine vom Bildungsministerium erstellte Checkliste gilt dabei als Richtlinie.

Im Fokus stehen für die Schülerinnen und Schüler nun der erfolgreiche Abschluss des Schuljahres und die Vorbereitung auf die schriftliche Reifeprüfung, die mit 25. Mai beginnen soll. „Die Klassen haben gegenwärtig noch Schularbeiten zu erledigen, wo in den entsprechenden Fächern in diesem Semester noch keine schriftlichen Überprüfungen stattgefunden haben. Mündlich wird am BORG heuer niemand antreten. Möglich wird das, da im heurigen Jahr eine abgespeckte Version der Reifeprüfung mit drei schriftlichen Arbeiten möglich ist“, so Antoni.

Miteinander und doch auf Distanz

„Wir hatten heute Unterricht im Festsaal“, berichtet David Luncan vom ersten Schultag nach dem „Shutdown“.

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David Luncan.
Foto: BVZ

„Die Tische waren schon im Ein-Meter-Abstand aufgestellt, und beim Eingang haben wir bereits unsere Hände desinfiziert und auch auf die Mundschutzpflicht geachtet. Nach sieben Wochen zu Hause hat sich die Busfahrt nach Güssing fast angefühlt wie eine Reise zum Mond, es war ein eigenartiges Gefühl. Aber ich bin mir sicher, dass sich das bald wieder normalisiert.“ Die Stimmung unter den Maturanten beschreibt David trotzdem als relativ gut: „Einige Wochen zuvor waren wir alle mehr angespannt, aber ich glaube nicht, dass wir einen Nachteil haben werden.“

„Wir waren zwar in einer Klasse, aber doch weit voneinander entfernt.“ Sarah Gärnter-Horvath, Maturantin am BORG Güssing

Auch Sarah Gärtner-Horvath hat den Tag mit gemischten Gefühlen erlebt: „Wir waren zwar in einer Klasse, aber doch weit voneinander entfernt. Die Freude, meine Freunde wiederzusehen, war riesengroß.“ Obwohl die Vorbereitungszeit auf die Matura nun anders verlaufen ist als erhofft, sieht sie auch einen positiven Aspekt in der neuen Situation: „Durch das selbstständige Lernen wurden wir schon auf das Studieren vorbereitet.“

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Sarah Gärtner-Horvath bereitet sich auf ihre Matura nun wieder in der Schule vor.
Foto: BORG Güssing

Dadurch, dass die Maturaklassen nicht sehr groß sind und es genug Räume gibt, können alle am gleichen Tag die Schule besuchen. In dieser Woche werden die noch ausstehenden Schularbeiten nachgeholt. „Grundsätzlich sollten unsere Schülerinnen und Schüler auf die kommenden Aufgaben gut vorbereitet sein. Das Kollegium vom BORG Güssing wird die jungen Herrschaften behutsam und sicher durch die, für die Jugendlichen spannenden Wochen, begleiten“, ergänzt Direktor Antoni.

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