Erstes BVZ-Talent drehte Musikvideo in Paris. Das Duo “Plusminus“ mit BVZ-Talent-Sieger Marco Prinner und Fabian Fladerer starten mit „Moulin Rouge“ durch.

Von Maximilian Wiesler. Erstellt am 17. Mai 2020 (05:22)
Videodreh im berühmten „Moulin Rouge“ in Paris. Das Duo „Plusminus“ mit Marco Prinner und Fabian Fladerer und Chiara Scherf, die als Model im Video mitgewirkt hat.
privat/Prinner

Ein Burgauberger und ein Gleisdorfer drehen ein Musikvideo in Paris: Mag anfangs skurril klingen, ist aber tatsächlich so geschehen. Marco Prinner und Fabian Fladerer heißen die beiden, als „Plusminus“ schreiben und singen sie gemeinsam. Mit Erfolg: Ihr jüngster Song „Moulin Rouge“ überzeugt, kom-poniert wurde zuhause, gefilmt in der Stadt der Liebe.

Warum ausgerechnet Paris? Marco, der Burgenländer unter den zweien, klärt auf: „Als das Produkt fertig war, hab´ ich gesagt: Jetzt ist das so gut gelungen, das Video muss genauso gut werden, der Vibe muss auch im Video rüberkommen. Wir müssen ins Moulin Rouge.“ Gesagt, getan: Die Flugtickets waren rasch gebucht, der Plan wurde in Praxis umgesetzt. Dass mit Paris die richtige Location ausgewählt wurde, war schnell klar. Schauplatz und Inhalt ergänzen einander. Das Duo besingt ein heißes Liebesabenteuer mit kaltem Abgang und schalem Nachgeschmack: pumpende Beats inkludiert, frecher Deutschpop über Flirts und Jugendsünden, inspiriert von eigenen Erfahrungen, als Konstante und als Startschuss, um in Zukunft weiter erfolgreich zu sein. Marco und Fabian sind Schulfreunde, haben sich dort kennengelernt. Der erste gemeinsame Song wurde vor Jahren am Skikurs geschrieben, seitdem arbeitet man zusammen. Die Liebe zur Musik verbindet.

Prinner: „Diese Show war anders“

„Natürlich ist Corona kacke für uns alle. Es ist verdammt schwierig, aber ich sehe es auch als Chance. So viel kreativer Input, wie in den vergangenen Wochen geflossen ist, das hat es, glaube ich, noch nie gegeben.“

Entdeckt wurde diese früh. „Bevor ich überhaupt sprechen konnte, hab´ ich schon Tasten gedrückt“, erzählt Marco Prinner. Das Keyboard, das er, als er drei Jahre alt war, von seinem Vater, der ebenfalls als Musiker aktiv ist, geschenkt bekommen hat, animierte ihn dazu, erste eigene Melodien zu finden. Aktuell spielt der 23-jährige sechs Instrumente und ist um einige Erfahrungen reicher. Eine der vielen, die er sammeln durfte, war die Teilnahme an der BVZ-Talenteshow „BVZ sucht das größte Talent“ im Jahr 2011. Das war die erste überhaupt, Marco konnte sie als Teenager für sich entscheiden. Rückblickend betrachtet, weiß er, dem Format viel Positives für sein Musikschaffen abzugewinnen: „Ich hab schon davor vor teils großem Publikum gespielt, aber diese Show war etwas anderes. Der Wettbewerb hat mir richtig getaugt. Es war zwar eine Riesenanspannung, aber megacool. Dadurch hat sich definitiv einiges geöffnet.“

Sieger Marco Prinner mit Andy Marek, Organisator und Moderator der Veranstaltungsreihe „die BVZ sucht das größte Talent“.
D. Fenz

Seitdem sind knapp zehn Jahre vergangen: Das Ziel, Musiker zu werden, das er seit Kindheitstagen verfolgt, hat er nie aus den Augen verloren. Heute könne er sagen, dass er mit Musik sein Leben verdiene, betont er. Aufschwung im Wirken wurde vor allem durch die erste offizielle Single „Moulin Rouge“ erreicht, zu Wochenbeginn wurde diese unter anderem auf „Antenne Steiermark“ präsentiert. „Auch in Deutschland sind wir ziemlich beliebt, hab´ ich auf Spotify gesehen“, schießt er mit Freude nach.

Auf die Frage, was er persönlich aus der neuesten Produktion und dem integrierten Trip nach Paris mitnehme und welchen Mehrwert er daraus gewonnen habe, antwortet Marco: „Dass im Musikbusiness alles passieren kann, dass viele Probleme auftreten können, aber, dass jedes Problem eine Lösung hat. Und die Lösung ist immer besser. Und zudem kann man extrem viel von anderen Künstlern lernen.“

Die Zukunft im Blick, will das Duo „Plusminus“ eine sechs Titel, sechs Videos umfassende EP herausbringen, bekannter werden. Der Burgenländer Marco tritt neben seinem Engagement mit Kumpel Fabian als Part der Unterhaltungsband „nordwand.“ auf. Aufgrund der Corona-Krise wurden dort einige Events abgeblasen, kollektiv kritisch beurteilt er die Situation aber nicht: „Natürlich ist Corona kacke für uns alle. Es ist verdammt schwierig, aber ich sehe es auch als Chance. So viel kreativer Input, wie in den vergangenen Wochen geflossen ist, das hat es, glaube ich, noch nie gegeben.“ Kreativität und Musik lassen sich ja bekanntlich gut verbinden, beste Voraussetzungen also für die weitere Reise.