Bau beim Tageszentrum in Stinatz geht wieder weiter

Erstellt am 14. August 2022 | 04:21
Lesezeit: 3 Min
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Landeshauptmann Hans Peter Doskozil machte sich bei einem Baustellenbesuch, mit Vertretern der SPÖ Stinatz, ein Bild vom Baufortschritt.
Foto: C. Fenz
Nach einer dreimonatigen Pause wird beim Tageszentrum weitergebaut.
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Nach der Einführung des Anstellungsmodells für pflegende Angehörige, geht das Land Burgenland mit dem neuen Pflegestützpunktmodell einen weiteren Schritt. Insgesamt werden 71 Stützpunkte im Land entstehen, davon acht im Bezirk Güssing und fünf im Bezirk Jennersdorf (siehe unten). In Stinatz wird jener in das bereits im Bau befindliche Tageszentrum integriert. Nach einem kurzen „Baustopp“ – um das Konzept seitens des Landes zu überprüfen – herrscht auf der Baustelle der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) beim Tageszentrum wieder reger Betrieb.

Den „Baustopp“ erkläre man damit, „dass man bei der Auswahl der Pflegestützpunkte bestehende Ressourcen berücksichtigen wollte“, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil bei einem Lokalaugenschein. Diese bestehenden Strukturen will man nützen und gleichzeitig, so Doskozil, ein Angebot für die Gemeinden und die Regionen schaffen. Für den Standort in Stinatz heißt das, dass es künftig nicht nur ein Tageszentrum, sondern auch betreute Wohnungen, einen Stützpunkt für die Hauskrankenpflege und Pflege- und Sozialberatung geben wird.

Ob, wie ursprünglich geplant, die Volkshilfe Burgenland das Zentrum betreiben wird, steht noch nicht fest und soll nach einer Ausschreibung 2023 geklärt werden. „Alle Trägerorganisationen sind dabei eingeladen, sich zu bewerben“, so Doskozil. Spätestens im Jahr 2024 soll der Stützpunkt in Stinatz in Betrieb gehen.

Der Ursprung des Projekts ist seit Start der Planungen heiß diskutiert. Während sich die SPÖ, die Idee an ihre Schultern heftet, weil man mit dem Stinatzer Sozialverein SOLIDAGO im Jahr 2018 eine Pflegeanalyse durchgeführt habe und bei der Suche des Grundstücks mitgewirkt hat, war es die OSG, die mit dem Kauf des Gebäudes an der Hauptstraße, die Pläne verwirklichte.

Befürwortet wird das Projekt auch von Bürgermeister Andreas Grandits (VP). „Es ist insbesondere für die ältere Generation wichtig, im eigenen Ort alt zu werden, aber auch für die ökologisch nachhaltige Belebung des Ortskerns“, so Grandits.

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